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Schleswig : Auf zwei Rändern über Stock und Stein

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Mountainbiker des Radsportvereins erkunden einmal wöchentlich gemeinsam die Wald- und Feldwege der Region.

Klar, Stürze gebe es auch ab und an mal. „Aber das ist halb so wild“, sagt Frank Wenzel. „Es macht einfach riesig viel Spaß, man ist draußen an der frischen Luft, powert sich aus und testet dabei – wenn man denn will – seine Grenzen aus.“ Dafür könne man dann auch mal die ein oder andere Schürfwunde in Kauf nehmen. Und deshalb kommt Frank Wenzel auch – „wenn’s geht“ – jedes Mal zum Training der Mountainbike-Sparte des Schleswiger Radsportvereins.

Insgesamt 36 Männer, Frauen und auch Kinder gehören der Gruppe an. „Aber wenn wir uns zum Trainieren treffen, sind in der Regel höchstens 15 Leute dabei“, sagt André Bauer. Der 31-jährige Schleswiger ist schon von Kindheitsbeinen an passionierter Radfahrer. Seit etwa fünf Jahren fährt er nun auch „etwas intensiver und regelmäßiger“ Mountainbike. Inzwischen ist er der Trainer der Gruppe und nimmt selbst erfolgreich an Wettkämpfen in ganz Deutschland und Dänemark teil. Im vergangenen Herbst etwa erreichte er bei den Deutschen Meisterschaften im 24-Stunden-Mountainbike-Fahren in der Nähe von Osnabrück gemeinsam mit seinem Vereinskameraden Frank Dichter einen beachtlichen vierten Platz – und behauptete sich bei rund 600 Teilnehmern auch gegen eine ganze Reihe von Profis. „Das war natürlich eine tolle Sache. Viele von uns nehmen gerne an solchen Veranstaltungen teil. Aber das steht bei uns in der Gruppe nicht im Vordergrund. Wir wollen Spaß haben und gemeinsam Sport machen. Ehrgeiz ist gut, aber hier ist niemand verbissen“, sagt Bauer.

Bis Ende April treffen sich die Mountainbiker noch jeden Sonnabend um 14 Uhr auf dem Parkplatz der Kreissporthalle, um von hier aus Touren durch den Tiergarten, in den Idstedter Forst oder an den Langsee zu unternehmen. Ab Mai geht es dann immer dienstags ab 19 Uhr los. „Bei unseren Touren gibt immer der Schwächste das Tempo vor. Auch wenn man mal absteigt, weil man irgendwo nicht runterfahren möchte, ist das überhaupt keine Schande“, sagt Bauer.

Das betont auch Maik Priebus. Der Jübeker ist bereits seit Jahren dabei und völlig begeistert: „Wir sind eine richtig gute Truppe. Das gemeinsame Querfeldein-Fahren macht einfach Laune – und bedeutet manchmal auch Adrenalin pur!“ Und Maik Stoschus aus Busdorf gefällt an dem Sport am besten, „dass man ihn immer machen kann. Egal ob bei Regen, Schnee oder Hitze. Man braucht nur sein Fahrrad und den Helm und los geht es“.

Wer Lust hat, beim Training mitzumachen, könne einfach mal vorbeikommen oder anrufen (Tel.   99  05  04), sagt André Bauer. Mountainbiken sei etwas für die ganze Familie, meint er – und wird dabei von seiner eigenen bestätigt. Denn Frau Nina und Tochter Leonie (10) hat er längst mit seiner Leidenschaft angesteckt.

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erstellt am 01.Feb.2016 | 07:33 Uhr

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