Kalender von Karl Rathjen : Auf Schleswigs Höhen

Karl Rathjen vor dem Chemnitz-Bellmann-Denkmal, das auch die Titelseite seines neuen Kalenders ziert.
Karl Rathjen vor dem Chemnitz-Bellmann-Denkmal, das auch die Titelseite seines neuen Kalenders ziert.

Karl Rathjen hat für seinen neuen Kalender historische Aufnahmen aus den nördlichen Stadtteilen zusammengetragen.

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29. Juni 2018, 16:44 Uhr

Es ist jedes Jahr dasselbe Problem. Motive findet Karl Rathjen immer zur Genüge, wenn er sich daran setzt, einen neuen Schleswig-Kalender zu erstellen. Schließlich hortet er in seinem Privatarchiv mehr als 2500 historische Postkarten mit Motiven aus der Schleistadt. „Auch diesmal hätte ich 300 Fotos zeigen können. Aber ich habe ja nur Platz für zwölf Bilder, oder vielleicht ein paar mehr. Das ist gar nicht so einfach, da die richtigen rauszusuchen“, sagt er.

Wie in den 13 vergangenen Jahren ist es dem Hobbyhistoriker aber auch diesmal bestens gelungen. Und so zeigt sein Kalender, der für das Jahr 2019 den Titel „Auf Schleswigs Höhen ... oberhalb der Allee“ trägt, faszinierende Fotos aus längst vergangenen Zeiten. Immer versehen mit einem kurzen Erklärtext, den Rathjen selbst geschrieben hat.

Den Titel schmückt eine Farbaufnahme vom Chemnitz-Bellmann-Denkmal, auf den Monatsblättern findet man Bilder von der Michaelisallee, der Lutherstraße, aus der Schubystraße oder auch vom Ausflugslokal „Bellevue“, das 1905 durch ein Feuer zerstört wurde und an dessen Stelle man kurz darauf die Höhere Töchterschule baute – die heutige Lornsenschule. Besonders schön ist auch eine Postkarte aus dem Jahr 1899 vom Peermarkt, auf der unter anderem das „Amerikanische Schnell Photo“ als Attraktion angepriesen wird. „Vom Peermarkt habe ich so viel Material, da könnte ich einen eigenen Kalender machen. Aber ich wollte diesmal die ganze Vielfalt der Stadt oberhalb der Allee zeigen“, sagt er. Dazu zählen auch Fotos vom Vorgängerbau des Martin-Luther-Krankenhauses oder der Moltke-Kaserne, von der bis heute noch einzelne Gebäude erhalten geblieben sind. „Die Arbeit an den Kalendern macht mir nach wie vor sehr viel Spaß. Ich möchte noch, so lange es geht, damit weitermachen“, sagt der 87-Jährige, der längst in den Planungen für die nächsten zwei Jahre steckt. In der Ausgabe für 2020 soll die Altstadt im Mittelpunkt stehen. 2021 heißt es dann „Rund um den Schleswiger Dom“. Weil dann die Renovierung von St.  Petri abgeschlossen werden soll.

Den neuen Kalender „Auf Schleswigs Höhen“ gibt es in den Buchhandlungen in der Stadt bereits zu kaufen. Er kostet 15 Euro, „so wie seit 13 Jahren, da hat sich nichts geändert“, betont Rathjen.

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