Roboter-Einsatz : Auf Gottorf wird jetzt nachts gemäht

Azubi Hendrik Vollmer (li.) und Motorenhändler Oliver Schade präsentieren die drei vollautomatischen neuen Kollegen der Gottorfer Museumsgärtner.
Azubi Hendrik Vollmer (li.) und Motorenhändler Oliver Schade präsentieren die drei vollautomatischen neuen Kollegen der Gottorfer Museumsgärtner.

Drei rote Robotermaschinen pflegen neuerdings den Rasen vor der Nydamhalle auf der Gottorfer Schlossinsel.

shz.de von
10. April 2018, 11:05 Uhr

Die Moderne hält Einzug auf Schloss Gottorf. Seit diesem Frühling tun dort drei Mähroboter bei Wind und Wetter ihren Dienst auf der 8000 Quadratmeter großem Rasenfläche vor der Nydamhalle. Wo früher stundenlang von Hand gemäht werden musste, wenn denn das Wetter mitspielte, wird nun praktisch ohne menschliches Zutun dauerhaft ein sattes kurzes Grün zu sehen sein. Installiert wurden die selbstfahrenden Rasenmäher von der Firma Motorland Schade. Sehen wird man die Mitarbeiter der Firma aus Klappholz aber nur selten. „Wir stellen die Geräte so ein, dass sie nur nachts fahren. Dies soll so sein, damit die Besucher nicht gestört werden, wenn sie sich die Kunstwerke auf den Rasenflächen ansehen“, erklärte Oliver Schade, der im Familienbetrieb erster Ansprechpartner für Rasenmähroboter ist. Bevor dies so weit ist, mussten Oliver Schade und Azubi Hendrik erst einmal das ganze Areal mit einer Schnur abstecken, die den Bewegungsradius der Mähroboter einschränkt. Nach diesen Vorarbeiten funktionierten die extra für Großflächen konzipierten Geräte einwandfrei. Gärtner Peter Schröer sieht in der neuen Form der Rasenpflege durchaus Vorteile: „Seitdem der Pavillon des Restaurants hier auf der Grünfläche steht, ist hier viel Besucherverkehr. Es ist schon schön, dass man nicht mehr an den wenigen sonnigen Tagen im Jahr die Gäste mit Mählärm stören muss.“ Zudem verspreche das regelmäßige Mähen einen schönen gleichmäßigen gepflegten Rasen. Auch Maulwürfe, sagen die Fachmänner, werden gestört durch die Fahrgeräusche der Roboter von der Fläche verschwinden. Dafür, dass nicht auch die hochpreisigen Geräte über Nacht verschwinden, sorgt ein raffiniertes Diebstahlsicherungssystem. Verfolgt wurden die Installationsarbeiten am Schloss nicht nur von neugierigen Besuchern, sondern auch von einem Kamerateam, das die Firma Schade eine ganze Woche lang begleitete.

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