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Auf der Suche nach den schönsten Ecken der Stadt

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Der Gesprächskreises "Gelebte Geschichte" habt zusammengetragen, was ihm an Schleswig gefällt

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Schleswig | Am Wikingturm scheiden sich seit Jahrzehnten die Geister. Ebenso an manchen anderen Neubauten am Schleiufer, die in vergangenen Jahren folgten. Für Hans Bredenkamp vom Gesprächskreis "Gelebte Geschichte" ist dennoch klar: Auch diese Gebäude machen Schleswigs Schönheit aus. Die Gruppe, die aus einem guten Dutzend Schleswigern im Alter von 64 bis 82 Jahren besteht, hat in den vergangenen Wochen darüber diskutiert, was die Stadt besonders lebenswert macht. "Der Schleswiger nörgelt gern", sagt Bredenkamp. "Dem wollten wir etwas entgegensetzen". Auf den wöchentlichen Treffen immer montags ab 14 Uhr im Mehrgenerationenhaus TiLo im Lollfuß 48 haben die Senioren eine Liste zusammengestellt mit 40 bemerkenswerten Häusern, Plätzen und anderen Orten (siehe Liste rechts). "Wir wollten uns einfach bewusst machen, was Schleswig an positiven Dingen zu bieten hat, denn das ist sehr viel." Im Alltag vergesse man das viel zu leicht, und auswärtige Besucher müssten die Einheimischen erst mit der Nase darauf stoßen, wie schön ihre Stadt ist. "Das Prinzenpalais mit dem Landesarchiv ist zum Beispiel fast gar nicht im Bewusstsein der Schleswiger", klagt Bredenkamp. Auch der Bibelgarten am St.-Johannis-Kloster könnte mehr Besucher vertragen, meint der 77-Jährige. "Die meisten Spaziergänger auf dem Holm kehren kurz vorher um." Aber auch die bekannteren Sehenswürdigkeiten haben Details zu bieten, die leicht übersehen werden: Am Stadthafen zum Beispiel der Gedenkstein für den Einsatz von Wasserflugzeugen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945.

Trotz all der Schönheit: So ganz können die Bürger von Schleswig das Wehklagen dann doch nicht lassen. Als die Mitglieder des Gesprächskreises jetzt gegenüber den SN die Ergebnisse ihrer Suche nach dem Schönen in der Stadt vorstellten, dauerte es nur wenige Minuten, bis sie vor allem darüber redeten, was noch schöner sein könnte, als es ist (mehr Blumen in den Stadtweg, weniger Schutt auf der Freiheit) und wo die Schönheit in Gefahr ist (Ist das Stadttheater vielleicht doch noch zu retten?).

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