Domschule : Auf der Suche nach dem richtigen Beruf

Marie Rienecker (links) und Sarah La Cognata kamen von der Akademie „Mode & Design“ aus Hamburg.
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Marie Rienecker (links) und Sarah La Cognata kamen von der Akademie „Mode & Design“ aus Hamburg.

42 Unternehmen stellten sich den Zwölftklässlern von Dom- und Lornsenschule vor.

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31. Januar 2015, 08:10 Uhr

Nach der Zeugnisausgabe ging es für viele Dom- und Lornsenschüler direkt zum Berufsinformationstag an die Domschule. 42 namhafte Firmen und Selbstständige nutzten die Gelegenheit, sich hier vorzustellen. In vier Runden à 60 Minuten wurden Vorträge gehalten, Studienmöglichkeiten aufgezeigt und reichlich Fragen gestellt.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Werner Dawid, Englisch- und Wi-Po-Lehrer an der Domschule. Für ihn stehe die gute Vorbereitung auf das spätere Berufsleben der Schüler dabei im Mittelpunkt, sagte er. Von Architektur bis Zeitungsjournalismus war alles dabei. Die Schüler hatten die Möglichkeit, etwas über Studienfinanzierung oder das Studium im Ausland zu erfahren. Jedoch wurde längst nicht vorausgesetzt, dass alle Abiturienten nach der Schule studieren werden. So wurden auch viele Ausbildungsberufe vorgestellt. Sarah La Cognata und Marie Rienecker von der Akademie „Mode & Design“ in Hamburg etwa machten Werbung für eine Ausbildung im Bereich Mode-Journalismus. Auch viele lokale Firmen warben um die Schüler. Die VR Bank Flensburg-Schleswig und die Nord-Ostsee Sparkasse boten Informationen zur Ausbildung als Bankkaufmann an und stellten den dualen Studiengang im Bankwesen vor. Auffällig war, dass in diesem Jahr besonders viele „grüne“ Berufe vorgestellt wurden. Technik im Bereich erneuerbare Energien und Agrarwissenschaften sind nur zwei Beispiele.

Die neu gestalteten Räume der Domschule wurden vor allem für die mediengestützten Vorträge genutzt. Die Referenten arbeiteten auf unterschiedlichste Weise: am Smartboard, mit Beamer und Laptop oder ganz klassisch ohne Hilfsmittel. Die teils weit angereisten Referenten hatten sich offensichtlich gut auf den Tag vorbereitet. So lagen in jedem Raum reichlich Informationen über mögliche Ausbildungs- und Studiengänge aus, und die kompetente Beratung der Referenten sorgten am Ende des Tages bei einigen Schülern wohl für ein wenig Klarheit bei der Planung ihrer Zukunft.

Das Angebot des Berufsinformationstages richtete sich hauptsächlich (teilweise verpflichtend) an die Zwölftklässler. Aber auch Schüler aus anderen Jahrgängen waren eingeladen, teilzunehmen. Stefanie Schenke aus dem 13. Jahrgang der Domschule nahm dieses Angebot dankend an: „Ich bin hier, um mir Vorträge anzuhören, die in den letzten Jahren nicht angeboten wurden. Ich habe mich noch nicht so richtig entschieden, was ich nach dem Abitur machen möchte, deshalb ist das hier eine gute Möglichkeit, sich vielleicht darüber klar zu werden.“ Nicht alle Schüler zeigten in den vergangenen Jahren ein solches Engagement. Viele waren – mit ihren Zeugnissen in der Hand – im Laufe des Vormittages still und leise verschwunden. Deshalb bekamen gestern zumindest die Zwölftklässler ihre Zeugnisse erst nach dem Infotag ausgehändigt.

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