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Schleswiger Nachrichten

22. August 2017 | 19:29 Uhr

Auf der Schleswiger Freiheit tut sich etwas

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Seit Jahren klafft eine große Lücke zwischen den „Strandhäusern“ im westlichen Teil der Schleswiger Freiheit. Man könnte auch sagen: eine große Wunde. Sämtliche Versuche, die Brachfläche zu entwickeln, waren bisher gescheitert. Es fand sich kein Investor. Doch mittlerweile hat die Projektgesellschaft Team Vivendi endlich einen Abnehmer gefunden: Die Firma Manke-Bau aus Henstedt-Ulzburg hat das 9075 Quadratmeter große Grundstück vor wenigen Wochen gekauft. Er freue sich, „dass dieses Filetstück am Ufer der Schlei“ nun entwickelt werde, teilte Team-Vivendi-Geschäftsführer Volker Schlüschen mit. Über den Kaufpreis machten beide Seiten keine Angaben.

Christian Manke, Geschäftsführer der gleichnamigen Bauträgergesellschaft, spricht von einer „einzigartigen Lage“ des Grundstücks. Entstehen soll ein Mix aus Eigentums- und Mietwohnungen. Als Baubeginn avisiert er das Frühjahr 2018. Zwei Jahre später könnten die ersten Bewohner auf ihrem Balkon sitzen und die Aussicht auf die Schlei genießen.

Die Firma Manke mit heute rund 50 Mitarbeitern ist seit 57 Jahren am Markt – hauptsächlich in der Hamburger Region sowie an der Ostseeküste. Auf die Schleswiger Freiheit habe er aber schon 2009 ein Auge geworfen, berichtet Manke. „Damals wollte ich Herrn Schlüschen schon Grundstücke abkaufen. Wir sind aber nicht zueinander gekommen.“

Bewegung ist auch in ein anderes Projekt auf der Freiheit gekommen. Der Schleswiger Investor Hanno Lüttmer ist zuversichtlich, schon in wenigen Monaten mit dem geplanten Umbau des „Fliegers“ zu einem Ärztehaus beginnen zu können. „Wir haben endlich alle Hürden genommen. Es besteht kein Denkmalschutz mehr für das Gebäude. Wir können jetzt frei schalten und walten.“ So habe die Denkmalschutzbehörde nach fast ein Jahr dauernden Verhandlungen eingewilligt, dass die kleinen Fenster im Obergeschoss durch größere ersetzt werden dürfen, damit mehr Licht ins Innere gelangt. „Unser Ziel bleibt es aber, den Charakter des Hauses zu erhalten“, betont Lüttmer. Der in den 1930er Jahren gebaute „Flieger“ verdankt seinen Namen dem einem Flugzeug nachempfundenen Grundriss – früher war ein Seefliegerhorst an der Schlei stationiert.

Passieren könnte bald auch etwas im östlichen Teil des Konversionsgeländes. Dort wollen Stadt und Stadtwerke eine zwölf Hektar große Fläche kaufen, um vorwiegend Baugrundstücke zu erschließen. „Jetzt ist die Stadtverwaltung am Zug“, sagt Stadtwerke-Chef Wolfgang Schoofs. Am 23. Februar werde sich der Aufsichtsrat der Stadtwerke mit dem geplanten Grundstücksgeschäft befassen, so Schoofs.

Team Vivendi hat derweil seine Büros im sogennanten Regattagebäude geräumt. „Team Vivendi gibt es noch, aber nicht mehr materiell mit einem Büro hier in Schleswig“, erklärt Unternehmenssprecher Michael Radtke. „Mehr wollen wir dazu nicht sagen.“ Das bisherige Verwaltungsgebäude gehört dem Schleswiger Steuerberater Christoph Weitkamp.

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erstellt am 09.Feb.2017 | 19:16 Uhr

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