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Hubschrauber auf der neuen Klinik : Auf den Punkt genau gelandet

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der erste Anflug des Rettungshubschraubers auf dem Dach des neuen Schleswiger Krankenhauses klappte auf Anhieb.

Punktgenaue Landung am Donnerstag um 11.05 Uhr auf dem Dach des neuen Helios-Klinikums. Zum ersten Mal hatte Pilot Martin Dlugosch von der DRF-Luftrettungsstation in Rendsburg den neuen Landeplatz mit dem Hubschrauber „Christoph 42“ den Klinikneubau angesteuert – nachdem er eine Stunde zuvor von der Luftfahrtbehörde die Genehmigung erteilt bekommen hatte. Damit ist Schleswigs neuer Hubschrauber-Landeplatz eingeweiht.

„Alles wunderbare Voraussetzungen hier“, lautete das Urteil des Piloten, nachdem die Rettungsmannschaft ausgestiegen und von zahlreichen Helios-Mitarbeitern begrüßt worden war. Auch von der St. Jürgener Straße aus wurde von etlichen Passanten und Anwohnern die Ankunft des Rettungshubschraubers beäugt, eine Gruppe mit Kita-Kindern winkte der Besatzung zu.

Seit zwölf Jahren ist Oberarzt Dr. Ole Krautwald, Kardiologe am Helios-Klinikum, auch als Notarzt in der Rendsburger DRF-Luftrettungsstation tätig. Die Notfallmedizin sei ihm ein Anliegen, erklärt er gegenüber den SN: „Es geht immer sehr unmittelbar darum, Leben zu retten.“ Neben schweren Unfallverletzungen seien etwa 80 Prozent aller Einsätze mit dem Rettungshubschrauber durch internistische Notfälle begründet, sagt er. Dahinter stecken Herzinfarkte, Schlaganfälle und Kreislaufzusammenbrüche.

Notarzt Ole Krautwald
Notarzt Ole Krautwald
 

Wenn der Rettungshubschrauber gerufen wird, setzt sich die Crew in der Regel aus Pilot, Notarzt und einem Rettungsassistenten zusammen. Was die medizinisch-technische Ausstattung angeht, hat „Christoph 42“ auf kleinstem Raum einiges zu bieten: Ultraschall (um innere Blutungen zu erkennen), ein Beatmungsgerät, eine Spritzenpumpe, sowie ein Patientenmonitor für die Überprüfung von Herz- und Kreislauffunktionen.

Maximal 180 Mal im Jahr startet und landet der Rettungshubschrauber am Schleswiger Krankenhaus. Nächtliche Einsätze fallen dabei kaum ins Gewicht, macht Klinik-Sprecherin Inke Asmussen deutlich, im Mittel seien es drei pro Monat.

Wenn Notfall-Patienten per Hubschrauber auf dem Dach des neuen Klinikums landen werden, können sie von dort aus direkt mit dem Fahrstuhl in die Notaufnahme gebracht werden. „Kurze Wege, und das bedeutet weniger Zeitverlust für lebensbedrohlich kranke Patienten“, sagt Krautwald.

Patienten werden nicht nur eingeflogen, sondern auch in bestimmten Krankheitsfällen mit dem Hubschrauber zu anderen Kliniken transportiert. Etwa, wenn es um Herzkranke geht, die Bypass-Operationen in Kiel oder Lübeck benötigen. Die Inbetriebnahme des neuen Hubschrauber-Landeplatzes auf dem Klinikdach bedeutet für Patienten mehr Sicherheit. Denn bisher musste der Rettungshubschrauber auf dem Sportplatz der Fachklinik landen, von wo aus der Patient dann mit dem Rettungswagen ins Martin-Luther-Krankenhaus befördert werden muss,.

Diese Zeiten gehören endgültig der Vergangenheit an, wenn am 16. Juli das neue Helios-Klinikum seinen Betrieb aufnehmen wird.

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erstellt am 17.Jun.2016 | 10:26 Uhr

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