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Schleswig : Auf dem Weg zum Jugendparlament für die Stadt

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Vorschlag kam im Juli von Tarik Pahkenkemper (Grüne Jugend) und Cedrik Kempin (Jugendfeuerwehr): Jugendliche sollen ein eigenes Parlament bekommen und in der Kommunalpolitik mitreden. Sie könnten damit Erfolg haben.

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erstellt am 13.Sep.2014 | 21:00 Uhr

In vielen anderen schleswig-holsteinischen Städten und Gemeinden gibt es das schon lange: ein Jugendbeirat als offizieller Ansprechpartner für Verwaltung und Kommunalpolitik. Auch Schleswigs früherer Bürgermeister Thorsten Dahl hatte immer wieder dafür geworben, ein solches Gremium einzurichten, war in der Ratsversammlung aber stets auf Ablehnung gestoßen. Ein von Dahl ins Leben gerufenes „Jugendgremium“ aus Mitgliedern der Schleswiger Schülervertretungen war schnell wieder eingeschlafen.

Das könnte sich jetzt ändern. Bereits im Juli hatten Tarik Pahlenkemper von der Grünen Jugend und Cedrik Kempin von der Jugendfeuerwehr bei Dahl Nachfolger Arthur Christiansen ihre Idee für ein Schleswiger Jugendparlament vorgestellt (wir berichteten). Die beiden Jugendlichen hatten Unterstützer-Unterschriften von 35 Einrichtungen vorgelegt. Sie alle könnten Vertreter entsenden. Aber auch unabhängige Jugendliche ohne Vereinszugehörigkeit sollen mitmachen können.

In dieser Woche befasste sich erstmals der Jugend- und Sozialausschuss im Rathaus mit dem Thema. Auch wenn noch kein Beschluss gefasst wurde, signalisierten alle Parteien Zustimmung. „Es ist eine andere Situation als früher“, sagte die Ausschuss-Vorsitzende Marion Callsen-Mumm (SPD). „Diesmal kommt die Initiative von den Jugendlichen selbst und wird nicht von oben verordnet.“ In der nächsten Ausschuss-Sitzung im Oktober soll es dann um die Details gehen. Wenn alles glatt läuft, werden im kommenden Jahr Haushaltsmittel für das Jugendparlament bereitstehen. Bürgermeister Christiansen schwebt vor, davon auch ein Seminar für die Mitglieder zu finanzieren, auf dem sie erfahren, wie Kommunalpolitik konkret funktioniert und wie die Jugendlichen ihre Vorstellungen am geschicktesten einbringen. Als wollte er vorsorgen, dass das Vorhaben nicht gleich wieder zerredet wird, sagte der Bürgermeister zu den Mitgliedern des Sozialausschusses: „Denken Sie daran, dass das Konzept nicht aus der Verwaltung stammt, sondern von den Jugendlichen.“

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