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Schleswiger Nachrichten

15. Dezember 2017 | 02:29 Uhr

Schleswig : Auf dem langen Weg zum Rettungshund

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Sieben Vierbeiner haben die Eignungsprüfung der Johanniter-Rettungsstaffel erfolgreich bestanden. Jetzt wartet die nächste Herausforderung auf sie.

„Schlechtes Wetter gibt es für uns nicht“, sagte Jörg Oestreich, Leiter der Schleswiger Rettungshunde-Staffel der Johanniter Unfallhilfe, mit Blick auf den dichten Nebel, der anfangs noch über dem Gelände des Schäferhund-Vereins „SVOG“ am Haferteich lag. Und tatsächlich brachte die dicke Suppe Smilla, Juna, Alexa, Kimba, Tristan, Amadeus und Alma keinesfalls aus der Ruhe. Ein Probehalbjahr eines „Schnuppertrainings“ in der Rettungshundestaffel der Johanniter lag hinter den sieben Hunden. Gemeinsam mit ihren Haltern traten sie nun an, um sich der Eignungsprüfung zur Rettungshunde-Ausbildung zu stellen.

Der Eignungstest, bei dem der Hund auf Herz und Nieren, Sozialverhalten und Menschen-Bindung geprüft wird, ist die wichtigste Voraussetzung auf dem langen Weg zum Rettungshund. „Wenn der Hund da Aggressionen zeigt oder plötzlich Hackengas gibt und wegrennt, dann war es das mit der Ausbildung. Wer beißt, fliegt raus“, erklärte Jörg Oestreich. In einem anspruchsvollen Agility-Rundparcours mussten sich die Tiere also vor den Augen der Prüfer Antje Könecke und Nicole Lehr beweisen. Aber weder die Stör-Aktionen mit Geräuschen einer Kettensäge oder dem Rauch einer Brandtonne noch das Versteckspiel mit „Frauchen-Suche“ oder der Gang durch unwegsames Gelände brachten die jungen Hunde aus der Ruhe. Im Gegenteil: Australien Sheppard, Schäferhund, Labrador, Bloodhound und eine bunte Mischlings-Dame zeigten sich von ihrer besten Seite. Alle Hunde meisterten die Aufgaben mit Bravour – und das freute die Halter, schließlich wurde eine feste Bindung zum Menschen offenbart. „Ohne sie gibt es keine Chance auf eine Ausbildung in der Rettungshundestaffel. Schließlich haben wir mit der Rettung von Menschenleben einen ganz klaren Auftrag zu erfüllen“, sagte Oestreich.

Nach der ersten Ausbildung für Hund und Halter erfolgt die Prüfung zum Rettungshund, die vor einem fremden Komitee abgelegt werden muss. Die Durchfallquote nach der zwei- bis dreijährigen Ausbildung liegt bei 60 Prozent. Und: Ausruhen gibt es danach nicht, denn nach 18 Monaten muss sich das Team einer erneuten Prüfung seiner Fähigkeiten stellen.

Zurück auf dem Platz. Dort gab es am Ende viel Lob für die vierbeinigen Akteure und die Menschen am Ende der Leine. „Die Hunde haben eine sehr gute Leistung gezeigt. Die Prüfung wurde sehr gut vorbereitet. Eine gelungene Veranstaltung“ , betonte Oestreich im Namen der Johanniter-Rettungshundestaffel, die zurzeit aus 17 Mitgliedern besteht.

Weitere Information zur Rettungshundestaffel unter Telefon: 01  52/22  67  36  36.








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