EU-Pläne sorgen für Aufregung : Auch Schleswiger Landeplätze auf dem Prüfstand

Mit   dem Rettungsflieger  werden Schwerverletzte schnell versorgt.
Mit dem Rettungsflieger werden Schwerverletzte schnell versorgt.

Wie berichtet, sollen nach aktuellen EU-Vorgaben ab Oktober neue Mindeststandards für Größe und Sicherheit der Landeplätze eingeführt werden.

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04. Juni 2014, 12:08 Uhr

Auch die Landeplätze für Rettungsflieger am Schleswiger Helios-Klinikum stehen auf dem Prüfstand. Wie berichtet, sollen nach aktuellen EU-Vorgaben ab Oktober neue Mindeststandards für Größe und Sicherheit der Landeplätze eingeführt werden. Jedoch viele von ihnen erfüllen diese EU-Norm an deutschen Krankenhäusern nicht. Auch Schleswig nicht.

Der Landeplatz neben dem Krankenhaus in der Lutherstraße gilt in Pilotenkreisen als nicht unproblematisch, da er recht eng bemessen ist. Die zweite Möglichkeit, in Schleswig mit dem Rettungsflieger zu landen, bietet sich ein paar hundert Meter weiter auf dem Sportplatz des Fachklinik-Geländes. Insgesamt finden auf diesen beiden Plätzen nach Angaben der Helios-Geschäftsführung etwa 120 Starts und Landungen im Jahr statt – vorwiegend mit Hubschraubern aus Rendsburg und Niebüll von der Deutschen Rettungs-Flugwacht (DRF-Stiftung Luftrettung).

Nach dem selbst für Insider überraschenden EU-Vorstoß wollen nun die Helios-Kliniken mit der Luftfahrtbehörde und den zuständigen Stellen besprechen, wie lange die Landeplätze noch Bestandsschutz haben werden, teilte Klinik-Leiter Florian Friedel gestern auf SN-Nachfrage mit. Auch wie der am Klinik-Neubau an der St. Jürgener Straße geplante Landeplatz gestaltet werden soll, wird nun neu überprüft: „Wir loten derzeit verschiedene Möglichkeiten aus, um den neuen EU-Vorgaben gerecht zu werden“, erklärte Friedel. Nachbesserungen bei den Plänen seien „durchaus möglich“.

Die Genehmigung für den Landeplatz in der Lutherstraße liegt etwa 30 Jahre zurück. Sie wurde 2008 aktualisiert.

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