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Schleswiger Nachrichten

24. November 2017 | 12:34 Uhr

Bunde-Wischen : Apfeltag bei Kaiserwetter

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

3000 Besucher strömten am Sonntag zum Familienfest auf Hof Königswill.

von
erstellt am 02.Okt.2017 | 07:00 Uhr

Kathrin Mönnich war ein wenig hin- und hergerissen. Einerseits freute sie sich darüber, dass ihre Esel beim Apfeltag auf Hof Königswill so viel Aufmerksamkeit auf sich zogen. Andererseits fand sie es „fast ein bisschen schade, dass ich mir das tolle Angebot hier selbst gar nicht richtig ansehen kann“.

Tatsächlich war gestern wieder der Bär los bei dem Familienfest, zu dem der Verein Bunde Wischen zum zwölften Mal eingeladen hatte. Bei herrlichem Sonnenschein strömten knapp 3000 Besucher auf das Gelände des Biohofes am Königswiller Weg, der kilometerweit zugeparkt war. „Wir haben richtig Glück mit dem Wetter. Die Stimmung ist super, sowohl bei den Ausstellern als auch bei den Gästen. Das macht einfach Spaß“, freute sich Bunde-Wischen-Chef Gerd Kämmer.

Und so konnte es Kathrin Mönnich auch gut verkraften, dass sie rund um den Stand ihrer Eselschule „Pfefferminz“ (aus Dollrottfeld) von Kindern und Eltern förmlich belagert wurde. „Die sind einfach so süß“, meinte etwa die sechsjährige Ida, die gemeinsam mit ihrer Cousine Emmi (9) Muli „Luigi“ dauer-striegelte.

„Das ist ein tolles Fest und der Beweis dafür, dass man Menschen auch mit einfachen Dingen begeistern kann“, brachte es Besucherin Herdis Greve auf den Punkt. „Dass Kinder und Natur hier eins werden, finde ich super!“ So kamen neben den Eseln auch die anderen Tiere – vom Pony übers Schaf bis hin zum Galloway-Rind – gut an. Ebenso wie das reichhaltige kulinarische Angebot und der Kunsthandwerkermarkt. Zudem wurden Kutschfahrten angeboten und Vorträge gehalten. Auch konnte man wieder selbst kräftig Hand anlegen, etwa am Stand der Holzwerkstatt der Schleswiger Werkstätten oder an der mobilen Apfelpresse.

Ohnehin spielten Äpfel – passend zum Namen der Veranstaltung – wieder eine der Hauptrollen. So waren unter anderem Meinolf Hammerschmidt und Bernd Schwaps vom Obstmuseum in Sörup zu Gast, um den Besuchern alte Apfel- und Birnensorten schmackhaft zu machen. „Wir sind extra aus Kiel gekommen, weil wir Tipps von den Experten brauchen. Wir wollen nämlich Obstbäume in unserem Garten pflanzen und sind nun auf der Suche nach der richtigen Sorte“, erzählte Tanja Beuck. Ob sie und ihr Begleiter Gerhard Neuwirt sich am Ende für die Gelbe Schleswiger Renette entschieden haben? Bernd Schwaps zumindest konnte die fast vergessene gelbe Tafelapfel-Sorte empfehlen. Zudem berichtete er von vielen Gesprächen mit Kunden, die eine Allergie gegen Äpfel haben. „Das ist ein immer weiter verbreitetes Phänomen, aber es betrifft fast keine der alten Sorten.“

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