Berender redder : Ansturm auf die Bauplätze

Sind von der großen Nachfrage nach Bauplätzen am Berender Redder begeistert: (v.l.) Thorsten Bock von den Stadtwerken, Torsten Eickstädt (Liegenschaftsamt), Jürgen Augustin (Technikleiter bei den Stadtwerken), Stadt-Mitarbeiterin Kerstin Dannemann sowie Michael Hohmann und Marco Armgort vom Hamburger Ingenieurbüro Mausch und Olbrisch.
Sind von der großen Nachfrage nach Bauplätzen am Berender Redder begeistert: (v.l.) Thorsten Bock von den Stadtwerken, Torsten Eickstädt (Liegenschaftsamt), Jürgen Augustin (Technikleiter bei den Stadtwerken), Stadt-Mitarbeiterin Kerstin Dannemann sowie Michael Hohmann und Marco Armgort vom Hamburger Ingenieurbüro Mausch und Olbrisch.

Nach wenigen Tagen ist bereits mehr als ein Drittel der Grundstücke reserviert.

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05. Juli 2014, 07:18 Uhr

Das nennt man wohl einen Start nach Maß. Nachdem die Online-Reservierung für Grundstücke im zweiten Bauabschnitt am Berender Redder Dienstagmorgen um Punkt 9 Uhr freigeschaltet wurde (wir berichteten), „ging es dort zu wie im Taubenschlag“, sagt Torsten Eickstädt vom städtischen Liegenschaftsamt. Tatsächlich habe es keine Minute gedauert, da waren die ersten Bauplätze auch schon weg. Stand gestern Nachmittag hatten sich 39 Interessierte (35 Einfamilienhäuser und ein Reihenhaus mit vier Wohneinheiten) ihr Wunsch-Grundstück per Mausklick gesichert. „Das ist für uns natürlich sehr erfreulich. Wir sind überrascht, denn mit so einem Andrang hatten wir tatsächlich nicht gerechnet“, sagt Eickstädt.

Die Zugriffe auf die Internetseite www.schleswig-bplan75.de, die die Stadt für den Berender Redder bereits 2009 für den ersten Bauabschnitt eingerichtet hatte, sprechen passend dazu eine deutliche Sprache. Wurden in den vergangenen Monaten durchschnittlich noch 500 Nutzer gezählt, waren es allein am Dienstag 2984. Bis gestern Nachmittag lag die Zahl der gemessenen Klicks bei knapp 4500. Aber auch im Rathaus selbst wurden schon die ersten Bauinteressenten vorstellig. „Eine Frau saß am Dienstag bereits um 8.30 Uhr bei uns vor der Tür. Als sie dann eine halbe Stunde später dran war, hat sie sich gleich ihr Wunsch-Grundstück gesichert“, erzählt Mitarbeiterin Kerstin Dannemann, die die große Nachfrage auch dadurch erklärt, „dass für viele Leute der erste Bauabschnitt offenbar als positives Anschauungsobjekt dient. Denn so ähnlich wird es auch eines Tages im zweiten aussehen“.

Das könnte, sollte die Nachfrage weiterhin so groß bleiben, schneller passieren als gedacht. „Aber wir wollen diesen tollen Start auch nicht überbewerten. Der eine oder andere Bauherr, der jetzt reserviert hat, wird vielleicht auch noch abspringen“, glaubt Torsten Eickstädt, der dennoch optimistisch ist, dass das Baugebiet ein echtes Erfolgsprojekt für die Stadt wird. „Obwohl es schon mutig war, dass wir damals in solch großen Dimensionen geplant haben.“ Nun sind im ersten Bauabschnitt nur noch vier von insgesamt 145 Grundstücken frei, im zweiten ist von 123 Parzellen innerhalb von wenigen Tagen mehr als ein Drittel reserviert. Die Hälfte davon übrigens von Familien, die bislang außerhalb von Schleswig wohnen.

„Das ist herausragend – zumal viele Menschen in der Stadt vor 2009 doch eher skeptisch waren, was den Berender Redder angeht“, sagt Michael Hohmann, Geschäftsführer der für das Baugebiet beauftragten Ingenieurgesellschaft Mausch und Olbrisch. „Wir machen in und um Hamburg ähnliche Projekte. Das hier in Schleswig kann sich mit diesen in jeder Hinsicht, auch bei der Nachfrage, sehr wohl messen“, fügt Hohmann an.

Die Erschließungsarbeiten am Berender Redder laufen derweil auf Hochtouren – auch wenn die 74 000 Quadratmeter große Fläche momentan eher einer Sandwüste gleicht. „Das liegt daran, dass wir zurzeit versuchen, die vorhandene Neigung im Gelände so erträglich wie möglich zu gestalten“, erklärt Hohmann. Zudem würden parallel dazu die Regenwasserkanäle angelegt, ebenso wie die Rohre für die Versorgung der Grundstücke mit so genannter kalter Nahwärme, Strom, Wasser und Glasfaserkabel (all das liefern die Schleswiger Stadtwerke). „Wir sind voll im Zeitplan und klotzen richtig ran“, sagt Torsten Eickstädt. Dass die Anwohner des ersten Bauabschnitts dabei eine Menge Staub und Lärm ertragen müssen, sei ihm bewusst. „Wir versuchen jedoch, das so gut wie möglich einzudämmen. Aber ganz ohne Schmutz und Krach kann man leider nicht bauen.“

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