Silberstedt : Amts-Jubiläum in Arensharde

Blickten auf eine gelungene Fusion zurück: Kreispräsident Ulrich Brüggemeier (v.l.), Amtsvorsteherin Petra Bülow und Ralf Lausen, Leitender Verwaltungsbeamter. Fotos: Frischkemuth
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Blickten auf eine gelungene Fusion zurück: Kreispräsident Ulrich Brüggemeier (v.l.), Amtsvorsteherin Petra Bülow und Ralf Lausen, Leitender Verwaltungsbeamter. Fotos: Frischkemuth

Bürger, Politik und Verwaltung feiern die Fusion der Ämter Schuby und Silberstedt vor zehn Jahren

shz.de von
26. August 2018, 15:54 Uhr

Der Plan der Organisatoren ging auf und die Veranstalter rund um den leitenden Verwaltungsbeamten Ralf Lausen zeigten sich durchweg begeistert von dem Andrang der geschätzten 1500 Besucher. Die feierten gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Vereinen, Verbänden und Institutionen das zehnjährige Bestehen des Amtes Arensharde. An 30 Stationen wurde ein vielfältiges, familienfreundliches Programm geboten.

„Wir haben lange nicht mit so viel Andrang gerechnet“, staunte Lausen. „Wer seinen 10. Hochzeitstag begeht, der liebt wirklich; denn längst wurde die rosarote Brille abgelegt. Der Partner wird so gesehen, und respektiert wie er ist“, meinte Ulrich Brüggemeier in seiner Rede und blickte auf die Fusion der Ämter Schuby und Silberstedt im Jahre 2008 zurück, Folge der vom Land geforderten Verwaltungsstrukturreform, die mit einer „Hochzeitsprämie“ in Höhe von 250 000 Euro belohnt wurde. Der Kreispräsident stellte darüber hinaus den unmittelbaren Beziehungskontext zum Kreis Schleswig-Flensburg her und machte die aktuellen Herausforderungen deutlich, „Zukunft gestalten zu wollen und zu müssen“. Mit neuen Ideen, Ansätzen und Maßnahmen müsse man diesen begegnen und gemeinsam Perspektiven schaffen. Auch und gerade für den ländlichen Raum seien zudem „Aktion, Flexibilität, Mut und Vertrauen statt Misstrauen“ gefordert. „Vertrauen vor allen Dingen in alle Mitakteure“, mahnte Brüggemeier.

Dass Zusammenarbeit gelingen kann und aus der Fusion ein funktionierendes Amtsgebiet wurde, zeigte Lausen mit einem Rückblick auf die größten Projekte der vergangenen zehn Jahre, etwa der Übernahme von drei Kindertagesstätten in kommunale Trägerschaft, einer neuen Trainingshalle in Silberstedt, der Gründung des Abwasserzweckverbands Gemeinschaftskläranlage Silberstedt sowie der Gründung des Zweckverbandes Interkommunales Gewerbegebiet Schleswig-Schuby mit 23 Gemeinden. „Oberster Grundsatz war von Anfang an, die in den Gemeinden gewachsenen Strukturen zu erhalten und nichts über zu stülpen. Entdeckte Gemeinsamkeiten sollten sich entwickeln.“ Der gemeinsame Einsatz für den ländlichen Raum und seine lebenswerten Bedingungen machten diesen zunehmend attraktiv für ein gutes Leben.

Auch Sabine Sütterlin-Waack, Justizministerin des Landes, übermittelte Glückwünsche. „Ich lebe gerne hier. Unsere Region, unsere Landschaft ist wunderbar. Wir alle können und dürfen uns jeden Tag darüber freuen. Hier fühle ich mich wohl. Ein Mehr an Liebeserklärung geht nicht“, machte die Lürschauerin deutlich.

„Alle Bürger sollten sich in dem heutigen Angebot wiederfinden, aber auch Neues entdecken – egal, ob es um Verwaltung Vereine oder Institutionen ging, die sich hier vorstellt haben“, meinte Malte Reese, Teamleiter im Hauptamt, am Ende der Veranstaltung. „Auf jeden Fall ein gelungenes Fest“, zeigte sich Matthias Fehlberg (34) überzeugt, der mit Frau Denise (36) und Tochter Luisa (4) aus Schuby gekommen war. Mit seinen Eltern Horst (66) und Doris Fehlberg (63) aus Silberstedt genossen sie die vielen Darbietungen und Angebote. „Ich bin ziemlich ergriffen von dem Ganzen“, meinte Doris Fehlberg, während die kleine Luisa den Klängen von Helene Nissen lauschte.

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