Kropp-Stapelholm : Amt sucht Unterkünfte für Flüchtlinge

Amtsvorsteher Ralf Lange (li.) und Stefan Ploog (re.) mit dem neuen Führungsduo der Amtsfeuerwehr Kropp-Stapelholm, Norman Schmidt (2.v.li.) und Sönke Rahn.
Amtsvorsteher Ralf Lange (li.) und Stefan Ploog (re.) mit dem neuen Führungsduo der Amtsfeuerwehr Kropp-Stapelholm, Norman Schmidt (2.v.li.) und Sönke Rahn.

Weil immer weniger Flüchtlinge kamen hatte das Amt Kropp-Stapelholm angemietete Wohnungen schon gekündigt – jetzt werden doch wieder Wohnungen gebraucht.

shz.de von
30. März 2017, 12:03 Uhr

Eine geringere Zuweisung von Flüchtlingen hat im vergangene Jahr im Amt Kropp-Stapelholm zu einer Minderbelegung von 51 Unterbringungsplätzen geführt. Kropps Bürgermeister Stefan Ploog berichtete im Amtsausschuss im Kropper Forum über den aktuellen Stand. Die Minderbelegung des letzten Jahres führe seinen Angaben nach in diesem Jahr aller Voraussicht nach zu einer Zuweisung von 111 Flüchtlingen. Nicht berücksichtigt bei diesen Zahlen ist der Familiennachzug, betonte Ploog. In vorausschauender Planung angemietete Wohnungen waren allerdings auf Beschluss des Amtsausschusses im Laufe des letztens Jahres wegen fehlenden Bedarfs bereits gekündigt worden. Jetzt müsste man sich wieder auf die Suche nach Wohnraum machen, da die Unterbringungsmöglichkeiten nahezu ausgeschöpft seien. Allerdings habe das Amt bereits beim Land Wohncontainer beantragt, die bis auf den Transport kostenlos zur Verfügung gestellt werden sollen. Wie viele man zugeteilt bekommt und wo sie aufgestellt werden, sei noch offen. Aber Ploog versicherte, bei einer Besichtigung habe man sich vergewissern können, dass sich Wohn- und Sanitärcontainer in einem hervorragenden Zustand befinden. „Die Container werden dann nicht nur in Kropp aufgestellt. Da bieten sich natürlich auch Zentralorte immer an“, so Ploog.

Den neu gewählten zweiten stellvertretenden Amtswehrführer bestätigte der Amtsausschuss bei der Sitzung. Amtsvorsteher Ralf Lange ernannte und vereidigte Norman Schmidt, der als Wehrführer der Börmer Freiwilligen Feuerwehr jetzt einen zweiten Hut trägt. Er tritt an die Stelle von Sönke Rahn aus Erfde, der seit etwas über einem Monat die Position des Amtswehrführers inne hat.

Berichte machten dann den größten Teil der Sitzung aus. Sönke Rahn blickte auf das vergangene Jahr zurück. Die 16 Freiwilligen Feuerwehren umfassen aktuell fast 700 Aktive die im Jahre 2016 zu 167 Einsätze ausrückten. Während Brandeinsätze (45) und Hilfeleistungen (73) rückläufig waren, nahmen die Fehlalarme (50) zu. Mit 116 Mitgliedern in den Jugendwehren sei der Nachwuchs gut aufgestellt. Für die Unterhaltung stehen in neun Musikzügen 132 Musiker bereit, die einen wesentlichen Teil zur Imagebildung beitragen. „Die Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung, den Kommunalpolitikern, der Flugplatzfeuerwehr und der Polizei war im letzten Jahr problemlos“, betonte Rahn. Er wünschte sich für die Zukunft vor allem eine größere Beteiligung von Frauen in den Wehren.

Die Schiedsleute Wolfgang Behrendt für den Kropper Raum und Klaus Maleu für den Stapelholmer Bereich berichteten von insgesamt elf Schiedsfällen und 18 „Tor- und Angelfällen“, die mit Gesprächen „über den Gartenzaun“ geklärt werden konnten.

„Ein deutliches Signal in die richtige Richtung“ nannte ein Teilnehmer die Gewährung von 1000 Euro zur Unterstützung der Stapelholmer Tanz- und Trachtengruppe. Diese ist von der Schleswig-Holsteinischen Landesvertretung in Berlin gebeten worden, am Tag der Deutschen Einheit aufzutreten. Der kleine Verein ist aber bei den Reisekosten auf Unterstützung angewiesen. Dass sich das gesamte Amt an diesen beteiligt, wurde einstimmig beschlossen.



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