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Amateur-Kino Schnecken-Post Outback-Marotten

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Bisher hat Dr. Arthur Christiansen im Bürgermeister-Wahlkampf den Eindruck gemacht, ganz auf Professionalität zu setzen. Sein Wahlplakat ist von einer Agentur entworfen worden, seine Wurfzettel sowie die Internetseite kommen gut strukturiert daher. Doch sogar der vor Selbstbewusstsein strotzende Christiansen leistet sich Schwächen, und diese finden sich im Internet. So hat eine Jugendgruppe der Grünen mehrere Filmchen gedreht, die den Schleswigern Lust auf den Kandidaten machen sollen. Auweia. Herausgekommen ist fiesestes Provinztheater. Verwackelte Aufnahmen, schlechte Schnitte, furchtbarer Ton, kuriose Einstellungen. Darauf angesprochen, verteidigte Christiansen gestern seine Truppe, freute sich darüber, dass sich Jugendliche engagieren. Wir meinen dennoch: Das unfreiwillig-komische Ergebnis der Dreharbeiten verfehlt das Ziel. Christiansen hätte seiner Filmcrew sagen sollen, dass er sich um das Schleswiger Bürgermeisteramt bewirbt - und nicht um einen Gastauftritt bei "Cindy aus Marzahn".

Die Post scheint unbelehrbar. Und Beschwerden kratzen sie natürlich nicht. Deswegen werden wir für unsere Leser im Bereich Amselstraße vermutlich wenig erreichen können, wenn wir jetzt zum x-ten Mal darüber berichten, dass die Zuverlässigkeit der Post zu wünschen übrig lässt. Neulich haben die Anwohner drei Tage hintereinander keine Briefe erhalten, weil - so bekamen sie heraus - ein Zusteller krank geworden war. Das kann ja alles mal passieren, aber wo ist die Reserve? Gibt es bei dem ehemaligen Staatsmonopolisten niemanden mehr, der einspringt, wenn es mal nicht rund läuft? Wenigstens scheint die Strategieabteilung der Post gut besetzt zu sein. Mit der Bundesnetzagentur verhandelt sie seit vorgestern über ein neues Verfahren zur Genehmigung von Portoerhöhungen. Heißt unter dem Strich: Die Post will ihre Preise zügiger und häufiger "anpassen" dürfen. Von einem besseren Service ist in den entsprechenden Verlautbarungen keine Rede gewesen.

Kennen Sie noch "Crocodile Dundee"? Jenen verrückten und von Paul Hogan gespielten Abenteurer, der sich im australischen Outback mit Krokodilen anlegt und den Respekt der Aborigines erwirbt? In der gleichnamigen und weltweit erfolgreichen Kino-Produktion zeigt sich der Kerl von einer ganz coolen Seite, isst Käfer und fängt Fische mit einem selbstgeschnitzten Spieß. Bisher dachten wir, dass Crocodile Dundee ganz weit weg sei. Aber das ist ein Irrtum. Sogar in unserem beschaulichen Schleswig haben wir einen von dieser Sorte. Es handelt sich um einen 20-Jährigen, der vor kurzem von einem einjährigen Australien-Aufenthalt nach Schleswig zurückgekehrt ist. Dort hat er nicht nur seine englische Sprachkompetenz perfektioniert, sondern sich in der unkomfortablen Wüste auch Schleswig-untypische Verhaltensweisen angeeignet. Seine Mutter fand ihn neulich schlafend vor seinem Bett. Die Matratze war ihm zu weich.

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erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

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