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Lollfuss-Kalender : Alte Bilder mit hohem Wiedererkennungswert

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

2017 kommt bestimmt! Karl Rathjen präsentiert schon mal seinen Postkarten-Kalender mit Aufnahmen aus dem Lollfuß.

Es sind zwar noch acht Monate hin, bis wir das Jahr 2017 schreiben, aber in den Schleswiger Buchhandlungen gibt es einen Vorgeschmack: Karl Rathjens Postkartenkalender für das nächste Jahr ist bereits erschienen. Es ist der elfte Kalender des passionierten Sammlers. Als Thema hat sich der 85-jährige frühere Sparkassen-Mitarbeiter diesmal den Lollfuß vorgenommen. Bei der Auswahl der Motive halfen ihm Matthias Vollbehr und Stephan Lange von der Stadtteil-Initiative „Pro Lollfuß“.

Naheliegend, dass die Präsentation des Monatskalenders gestern in der traditionsreichen Lollfußer Buchhandlung Bernaerts stattfand. Die Inhaberin Renate Schulze war sich mit Rathjen darin einig, dass der Termin im Juni keineswegs zu früh gewählt ist. Die meisten Kalender würden zwar erst im Herbst verkauft, aber „wenn im Sommer die Urlauber kommen, muss er da sein“, sagte Schulze.

Postkartensammler Karl Rathjen (Mitte) mit den Pro-Lollfuß-Vorständen Matthias Vollbehr (li.) und Stephan Lange. oje
Postkartensammler Karl Rathjen (Mitte) mit den Pro-Lollfuß-Vorständen Matthias Vollbehr (li.) und Stephan Lange. oje
 

Aber natürlich sind die historischen Bilder auch für Einheimische interessant. Die älteste Karte wurde im Jahr 1897 abgeschickt. Auf ihr ist eine Zeichnung der legendären Schleihalle zu sehen. Die jüngsten Aufnahmen in dem Kalender stammen aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.

„Viele Häuser stehen noch heute – man erkennt vieles wieder“, staunte Matthias Vollbehr. „Der Lollfuß ist ein Quartier, das sich in den letzten hundert Jahren nur wenig verändert hat.“

Es sind auch zahlreiche Bauten vertreten, die manch ein Schleswiger schmerzlich vermisst – vom Hotel „Stadt Hamburg“ bis zum alten Stadttheater. Rathjen hat alle Motive kenntnisreich mit Begleittexten versehen, in denen er auch auf überraschende Details aufmerksam macht: So entdeckte er auf einer Aufnahme von 1905 ein Wachhäuschen mit Soldaten vor dem Gebäude im Lollfuß 48, dem heutigen Mehrgenerationenhaus Tilo. Die Erklärung des passionierten Heimatforschers: Dort lebte damals der Major von Maltzan. Der Offizier hatte seinen persönlichen Wachposten.

Karl Rathjens Friedrichsberg-Kalender für 2016 hat sich rund 250 Mal verkauft. „Diesmal müssen es mehr werden“, meinte Vollbehr. „Eigentlich braucht jeder Lollfußer ein Exemplar.“ Erhältlich ist er für 15 Euro in den Schleswiger Buchhandlungen. Rathjen ist mit seinen Gedanken unterdessen schon längst beim nächsten Kalender. In der Ausgabe für 2018 soll es um den Kornmarkt gehen.

 

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erstellt am 02.Jun.2016 | 01:00 Uhr

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