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Schleswiger Nachrichten

23. Oktober 2017 | 02:55 Uhr

Schleswig : Alles neu in der „Bildungsbox“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nach jahrelangen Diskussionen wurde das Gebäude des Jugendaufbauwerkes endlich saniert – am Freitag fand die feierliche Einweihung statt.

von
erstellt am 17.Jan.2016 | 07:46 Uhr

Was lange währt, wird endlich gut. Unter dieser Überschrift hätte gestern Nachmittag die kleine Feierstunde stehen können, zu der die Stadt in die Flensburger Straße 120 eingeladen hatte. Denn nach heftigen Diskussionen, viel Frust und vor allem langer Warterei wurde dort angestoßen auf das Ende der Sanierungsarbeiten. Jetzt erstrahlt der in den 1970ern errichtete Flachdachbau, der sowohl vom Jugendaufbauwerk (JAW) als auch vom Förderzentrum Schleswig-Kropp und der Kita Moorkatenweg genutzt wird, endlich in neuem Glanz.

Passend zum Anlass sangen die Kita-Kinder zu Beginn der Veranstaltung das Lied „Wer will fleißige Handwerker seh’n?“. Denn diese ließen sich rund um das Gebäude, das sich über Jahre in einem bemitleidenswerten Zustand präsentierte, lange nicht blicken. Seit 2009, damals waren die kleinen Sängerinnen und Sänger noch nicht einmal geboren, stand ein großer Bauzaun vor dem Haus. Er sollte Besucher und Mitarbeiter vor herunterfallenden Fassadenteilen schützen. Ob sich eine Sanierung überhaupt lohnt oder ob die drei Nutzer nicht besser in andere städtische Immobilien umziehen sollten, diese Fragen beschäftigten die Politik in den folgenden Jahren immer wieder. Auch der Erhalt des JAW als Einrichtung stand dabei zur Diskussion.

Dass man sich schließlich im Herbst 2014 doch noch auf eine Renovierung und damit den Fortbestand sowohl des Gebäudes als auch der Institutionen einigen konnte, freute Lars Krackert nun ganz besonders. Der Leiter des Förderzentrums Schleswig-Kropp übernahm stellvertretend für seine beiden Kolleginnen, Marlies Geers (JAW) und Petra Möller (Kita Moorkatenweg), die Begrüßungs- und Dankesrede. „Wir haben lange gewartet, sind jetzt aber sehr zufrieden. Auch darüber, dass die Stadt hier ein deutliches Zeichen für den Erhalt unserer Einrichtungen gesetzt hat“, sagte er. Das bestätigte auch Bürgermeister Arthur Christiansen. Er erinnerte in seinem Grußwort ebenfalls noch einmal an die langwierigen Diskussionen, die am Ende doch zu einer guten Lösung für alle geführt hätten. Auch deshalb freue es ihn, dass man die kalkulierten Kosten von 620  000 Euro nicht überschritten habe (das Land Schleswig-Holstein hat die Sanierungsarbeiten mit 129  000 Euro unterstützt).

Während der viereinhalbmonatigen Bauphase wurde die Hauptfassade erneuert. Auch der Eingangsbereich hat ein völlig neues Erscheinungsbild bekommen. Zudem wurden im Zuge der umfassenden energetischen Sanierung unter anderem die Fenster ausgetauscht. Im Gebäudeinneren wurden die Brandschutzvorrichtungen ebenso wie Elektro- und Lüftungsanlagen erneuert. Gleiches gilt für das markante Oberlicht über der Aula.

Das Ende der Sanierungsarbeiten stellt nun eine Zäsur für die drei Nutzer des Hauses dar. Grund genug, dem Gebäude einen ganz neuen Namen zu geben. Statt Bildungseinrichtung in der Flensburger Straße heißt es ab sofort kurz und knapp „Bildungsbox“. Denn die drei Nutzer, so Krackert, betreuten zusammen junge Menschen zwischen dem ersten und 25 Lebensjahr.

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