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Lattenkamp in Schleswig : Aldi will endlich so groß wie Lidl werden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Aldi Nord will seinen Markt am Schleswiger Lattenkamp erweitern – und nennt dafür einen ganz bestimmten Grund.

von
erstellt am 12.Sep.2017 | 11:25 Uhr

Vor zwei Jahren ist der Aldi-Markt in St. Jürgen von Grund auf erneuert worden – nun soll der Markt an der Ecke von Lattenkamp und Flensburger Straße folgen. Christian Voiges von der Aldi-Immobilienverwaltung in Nortorf stellte die Pläne jetzt im Rathaus vor – und erklärte auch, warum der Discounter an dieser Stelle dringenden Handlungsbedarf sieht: „Wir haben dort derzeit 870 Quadratmeter Fläche, unser Mitbewerber direkt nebenan hat 1200 Quadratmeter.“

Um auf dieselbe Größe zu wachsen, die der Lidl-Markt nebenan schon lange hat, wird Aldi voraussichtlich darauf angewiesen sein, dass die Stadt Schleswig ihren Bebauungsplan ändert. Auch aus diesem Grund präsentierte Voiges die Erweiterungspläne jetzt im Bauausschuss. Vorgesehen ist eine Erweiterung in Richtung Süden, so dass der Markt näher an das Gelände des Baufachmarktes Marks heranreichen wird. Die Zufahrten zum Parkplatz sollen jedoch bleiben, wo sie sind.

Von außen soll der Markt an die aktuelle Aldi-Formensprache angepasst werden. „Wir wollen uns an dieser stadtbildprägenden Sichtachse aufwerten und verbessern“, sagte Voiges. „Wir versuchen, einen Wiedererkennungswert zu schaffen, so dass man auch ohne den Schriftzug erkennen würde, dass es sich um einen Aldi-Markt handelt.“ Der Neubau wird vom Hüruper Architekten Knud Hansen geplant, der auch den Aldi-Markt in Fahrdorf konzipiert hat.

Mehr Auswahl für die Kunden sei mit dem Neubau übrigens nicht verbunden, betonte Voiges. Vielmehr gehe es darum, das bestehende Angebot übersichtlicher zu präsentieren. Man habe an anderen Standorten die Erfahrung gemacht, dass viele Kunden nach einer Erweiterung das Gefühl hätten, ein größeres Sortiment vorzufinden. „Das ist aber gar nicht so, die Präsentation ist einfach anders“, sagte Voiges.

Widerstände gegen die Aldi-Pläne wurden im Bauausschuss nicht laut. Lediglich SSW-Ratsherr Rainer Wittek wollte wissen, welche Auswirkungen der vergrößerte Markt auf die Innenstadt haben könnte und ob Aldi möglicherweise „einen Ausgleich zur Belebung der Innenstadt“ schaffen könne. Voiges’ Antwort: „Unser Hauptgeschäft sind Lebensmittel. Damit stehen wir nicht im Widerspruch zur Innenstadt-Entwicklung.“ Der Aldi-Markt könne im Gegenteil Kunden aus dem Umland anziehen, die dann weiterführen ins Stadtzentrum. Ein Termin für den Baubeginn am Lattenkamp steht noch nicht fest.

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