Akkurat und gut eingespielt

Meisterlich: Jakob Stepp und Christoph Heesch (li.).
Meisterlich: Jakob Stepp und Christoph Heesch (li.).

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04. Juni 2018, 12:01 Uhr

Zwei sympathische junge Cellisten gestalteten am Sonntag das letzte Konzert vor der großen Sommerpause. Im mit etwa 80 Zuhörern gefüllten Forum des Bernstorff-Gymnasiums in Satrup präsentierten Christoph Heesch und Jakob Stepp ein abwechslungsreiches Programm.

Als gemütlichen Einstieg in den kammermusikalischen Cello-Reigen spielten sie das „Duo für zwei Violoncelli D-Dur Hob. X:11“, eine Komposition, deren Besetzung wegen fehlender, originaler Handschrift nicht eindeutig zu klären ist, weil davon lediglich Bearbeitungen mit verschiedenen Instrumenten existieren. Transparent, akkurat und gut eingespielt, brachten sie die viersätzige Bearbeitung zum Erklingen. Der 1783 geborene Justus Johann Friedrich Dotzauer war selbst ein hervorragender Cellist, wusste genau, wie er das Beste aus seinem Instrument herausholen konnte. Er komponierte auch einige virtuose Variationswerke, aus welchen die beiden Künstler die „Variationen über die Arie aus Mozarts Don Giovannis Reich mir die Hand, mein Leben“ spielten.

Nach der Pause brachten beide ein längeres und wohl schwierig zu spielendes Originalwerk für zwei Celli zu Gehör und zwar das „Duo in E-Dur op. 54“ von Jacques Offenbach. Der Komponist, selbst ein begnadeter Cellist, spickte insbesondere die erste Stimme, die er selbst zu spielen pflegte, mit allerhand technischen Schwierigkeiten. Die beiden wussten diese jedoch meisterlich und überzeugend mit geschickten Fingern und hervorragender Bogentechnik zu überwinden. Als Zugabe zeigten sie nochmals ihre kühne Technik mit dem schnellen Finalsatz aus Antonio Vivaldis „Concerto für zwei Violoncelli“.


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