Rathaus : "Agentour Zeitensprung" verteidigt Pläne für Graukloster-Nutzung

Nielsen
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03. Februar 2011, 09:54 Uhr

Schleswig | Nächste Runde im Streit zwischen Bürgermeister Thorsten Dahl und dem Erlebnispädagogen Jens Nielsen von der "Agentour Zeitensprung". Nielsen reagierte gestern auf eine Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Da rin hatte Dahl erklären lassen, er habe die Pläne für mittelalterliche Festivitäten im Graukloster aus baurechtlichen Gründen ablehnen müssen.

Nielsen sagt dazu: "Nach unserem Kenntnisstand ergab eine erstmalige Prüfung von Fachleuten die Schutz- und Schonungsbedürftigkeit des empfindlichen Fußbodens in der Gotischen Halle, weswegen wir in unserem Konzept und in den nachfolgenden Gesprächen auf eine Durchführung unserer Konzeptideen im Kreuzgang ausgewichen sind." Nielsen weist außerdem Bedenken zurück, seine Veranstaltungen würden den regulären Verwaltungsbetrieb stören. Die "mittelalterlichen Tafeleyen" seien ausschließlich am Wochenende geplant. "Hier würde keine Lärmbelästigung anfallen und Gerüche sind am nächsten Werktag verflogen." Erlebnisführungen innerhalb der Woche würden sich nahtlos in das Aufkommen anderer Stadtführungen einreihen.

Auch Dahls Rechnung, nach der für sein Angebot Baukosten in Höhe von 80 000 Euro anfallen würden, kann Nielsen nicht nachvollziehen: "Richtig ist, dass in diesen Baukosten der Einbau einer Brandschutztür, der Umbau der Eingangstür als Fluchtweg sowie Rampen und beleuchtete Treppenstufen einkalkuliert und vorgesehen waren, die auch unabhängig von unserem Nutzungsantrag aufgrund der angemahnten nicht gegebenen Barrierefreiheit und der Brandschutzbestimmungen angefallen wären." Die "Agentour Zeitensprung", betont Nielsen, würde das Gebäude in seinem jetzigen Zustand nutzen und beleben wollen, "ohne dass weitere Kosten anfallen". Die Höhe der Aufwandsentschädigung sei zudem verhandelbar. Jedoch sei es zu einer ernsthaften Kalkulation von Seiten der Stadt bisher nicht gekommen.

Bereits vor zwei Wochen hatte Dahl Nielsens Pläne als Auslöser für seine Entscheidung genannt, auch andere private Veranstaltungen im Rathaus in der Regel nicht mehr zuzulassen.

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