Jübek : Ärger über Vandalismus am Bahnhof

Schmierereien am Rohbau: Bürgermeister Herbert Will entdeckte den Vandalismus gestern Vormittag.
Schmierereien am Rohbau: Bürgermeister Herbert Will entdeckte den Vandalismus gestern Vormittag.

Der moderne Fahrrad-Unterstand am Jübeker Bahnhof ist nicht mehr funktionsfähig.

shz.de von
04. Januar 2018, 12:46 Uhr

Bürgermeister Herbert Will machte sich gestern Vormittag auf den Weg zur Baustelle der „Park and Bike Anlage“ am Jübeker Bahnhof und erlebte eine böse Überraschung: „Die Bauzäune standen offen, und da habe ich mich mal umgesehen und die Schmierereien entdeckt“, so Will. Ein Teil des neuen Fahrrad-Unterstandes ist durch einen Code geschützt und kann nur mit einer Chipkarte geöffnet werden. Dieser Bereich wurde mit schwarzer Farbe besprüht, sodass die Zahlen und der Sensor für die Chipkarte nicht mehr zu erkennen sind. Darüber hinaus wurde ein weißer Fahrradaufdruck, der die Eingangstür ziert, beschmiert und das Ganze mit den Worten „Fuck Cops“ gekrönt.

Der Bürgermeister und das Amt Arensharde zeigten sich sehr verärgert über den Vorfall. „Wir können nicht mal Strafanzeige erstatten, weil die Gemeinde noch gar nicht im Besitz des Gebäudes ist“, erklärte Will. Der Bau der „Park and Bike Anlage“ hatte Anfang Dezember begonnen und musste aufgrund des Wetters unterbrochen werden. Der alte Fahrradunterstand musste einem neuen, moderneren Unterstand weichen. Dieser ist zweigeteilt, eine Parzelle ist durch einen Zahlencode geschützt und mit Schließfächern und Ladestationen für Elektrofahrräder ausgestattet, die andere bietet herkömmliche Anschlussmöglichkeiten für Fahrräder. Ab dem 15. Januar soll es weitergehen und die Baumaßnahme innerhalb von 14 Tagen fertiggestellt werden. Das Projekt wird vom Land bezuschusst. Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein verwaltet diese Finanzmittel für das Land und ist zentraler Ansprechpartner für die Kommunen. Die Gemeinde zahlt 60 000 Euro aus eigener Tasche.

Neben dem Fahrradunterstand sollen Ladestationen für Elektroautos errichtet werden, Will fürchtet nun, dass auch diese Vandalismus zum Opfer fallen könnten.

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