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Amtskämmerer HanS-Werner Köhler : Abschied für Haddebys Zahlenmann

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nach 44 Jahren Verwaltungsdienst geht Haddebys Amtskämmerer Hans-Werner Köhler in den Ruhestand. Der 63-Jährige vom Schleswiger Holm wurde im Dorfhaus in Borgwedel verabschiedet.

Eigentlich wollte sich Haddebys Kämmerer und stellvertretender Verwaltungsleiter Hans-Werner Köhler ohne großes Tamtam um seine Person in den Ruhestand verabschieden – doch das sahen die Mitarbeiter und Weggefährten aus der Amtsverwaltung anders. Ohne eine Feierstunde im „Dörps- und Sprüttenhus“ in Borgwedel, die Köhlers Nachfolger Bernd Krecklow und Haddebys Amtsvorsteher Ralf Feddersen gemeinsam federführend vorbereitet hatten, wollten sie den 63-jährigen Oberamtsrat und „Holmer Jung“ nicht gehen lassen. Denn: „Wir werden dich sehr vermissen. Und wenn du Lust hast, kieck mol wedder in“, sagte Feddersen.

Viel Lob, Wertschätzung und Anerkennung für sein Engagement in 44 Jahren Dienstzeit im Amt Haddeby zollten ihm 50 Gäste, darunter die Bürgermeister der acht Gemeinden, die Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofes sowie Vertreter des Volksbundes für Kriegsopferfürsorge. „Du bist jetzt davon befreit, den oft genug schwierigen bis erfolglosen Versuch zu unternehmen, ahnungslosen Gemeindevertretern die Geheimnisse des kommunalen Haushaltswesens näher zu bringen. Du brauchst jetzt keine Auswege mehr aus vermeintlich ausweglosen Situationen finden, um damit so manchen Bürgermeister und Gemeindevertreter wieder Tiefschlafphasen während der Nacht zu bescheren“, sagte Ralf Feddersen im Rückblick.

Als erstes Amt in Schleswig-Holstein gelang es der Haddebyer Verwaltung dank des Einsatzes von Hans-Werner Köhler und seinem Nachfolger Bernd Krecklow, die Umstellung sämtlicher Haushalte auf die doppische Buchführung mit Präsentation der Eröffnungsbilanzen zu erstellen – und das in Rekordzeit. „Eine Leistung, die bis heute ihresgleichen sucht. Du kannst mit Stolz und Freude auf herausragende abgeschlossene Projekt in unserem Amtsbereich blicken, an deren Verwirklichung du einen erheblichen Anteil hattest. Mit deiner Arbeit hat du das Gesicht unserer Gemeinde entscheidend mitgeprägt“, sagte Feddersen.

Großes Lob erntete Köhler auch für seine Fürsorge bezüglich der Pflege und Erhaltung der Gedenkstätten im Amtsbereich, darunter die Kriegsgräber auf dem Karberg und dem Königshügel. Diese Aufgabe führte Köhler im Schulterschluss mit den Mitarbeitern des Bauhofes mit viel Herzblut aus. „Was du in dieser Hinsicht geleistet hast, lieber Hans-Werner, ist einfach nur großartig.“ Da waren sich Manfred Koch, Beauftragter für Kriegsgräber im Inland, und Konstantin Henkel, Volksbund-Kreisgeschäftsführer, einig. Sie bescheinigten Köhler beispielhaftes Engagement und überreichten ihm als Auszeichnung die Volksbund-Medaille.

Indes buchstabierte Bernd Krecklow warmherzige Worte für seinen Vorgänger – seinen „HWK“: „H“ wie Hilfsbereit, Holmer Frohnatur, höflich, heimatverbunden, humorvoll und hundertprozentig; „W“ wie wachsam, warmherzig, wohlgenährt, witzig: „K“ wie kocherfahren, kameradschaftlich, kollegial, konkret und Kämmerer.

An der Seite von Ehefrau Carola und Sohn Tobias freute sich Köhler dann doch über so viel positiven Zuspruch. Der Pensionär freut sich nun auf mehr Zeit für die Familie, seine Frau und seine beiden Söhne, die Aquarellmalerei und seinen Holmer Fischkutter „Hein Pannmors“.

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