Amt Süderbrarup : Abschied aus dem Ordnungsamt

Nie wieder Ordnungsamt: Amtsvorsteher Thomas Detlefsen (rechts) entließ Wolfgang Höhne mit einem Überraschungsgeschenk in den Ruhestand.
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Nie wieder Ordnungsamt: Amtsvorsteher Thomas Detlefsen (rechts) entließ Wolfgang Höhne mit einem Überraschungsgeschenk in den Ruhestand.

Er gilt als Morgenmuffel, aber auch als Mann mit Sachverstand und Fingerspitzengefühl: Wolfgang Höhne war knapp 35 Jahre lang Leiter der Behörde und geht jetzt in den Ruhestand.

shz.de von
10. Januar 2015, 07:45 Uhr

Wolfgang Höhne, Leiter des Ordnungsamtes Süderbrarup, ist mit Beginn des Jahres in den Ruhestand gegangen. Höhne war fast 35 Jahre Leiter des Amtes – und einige seiner vielen Wegbegleiter wollten ihm nun zu seinem Ruhestand gratulieren und ihm auf Wiedersehen sagen. Vertreter der Amtspolitik, von Polizei und Feuerwehr, des Amtes und des Bauhofes nahmen an der Abschiedsfeier teil. Ehrengast war Max Werner Detlefsen, früherer Amtsvorsteher, der Höhne vor 39 Jahren eingestellt hatte. Und das Schicksal wollte es, dass dessen Sohn Thomas Detlefsen, heute Vorsteher des gleiche Amtes, und Wolfgang Höhne in den Ruhestand entließ.

In seiner Laudatio lobte dieser Höhnes Sachkenntnis, Durchsetzungsvermögen und Verlässlichkeit. „Er hat viel Fingerspitzengefühl und spricht nicht viel“, war seine Kurzcharakteristik des Ruheständlers.

Dieser hatte die neue Rentenregelung genutzt und sich als 63-Jähriger zum 1. Januar pensionieren lassen. Mit 64 regulären und zwei kommissarischen Bürgermeistern, sechs Amtsvorstehern, 65 Wehrführern, drei Amts- und fünf Kreiswehrführern sowie 37 Azubis konnte er eine ansehnliche Zahl von nahen Kontaktpersonen im Amt aufzählen. Außerdem hatte er dort auch seine Frau kennen gelernt. Weitere Kontaktstelle, um den Menschen ins Gespräch zu kommen, war für ihn der Brarupmarkt, den er in seiner Amtszeit 34 Mal betreute und besuchte.

„Ich habe mich jetzt 35 Jahre um die Probleme anderer gekümmert, auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften geachtet, Genehmigungen erteilt oder auch versagt sowie Gewerbeuntersagungen ausgesprochen – jetzt habe ich einfach genug“, gab er als Grund für seinen vorzeitigen Übergang in den Ruhestand an.

Mit Denis Herges hat Höhne seinen Nachfolger selbst ausgebildet und dieser bestätigte in seiner Abschiedsrede, die mit einem Gedicht endete, sowohl die Ruhe und Sturheit als auch die Morgenmuffligkeit, die seinem ehemaligen Chef nachgesagt werden.

Höhnes Vorgesetzter Peter Clausen hatte seinem ehemaligen Mitarbeiter ein ganzes Alphabet gewidmet, das von Abschied bis Zukunft reichte. Darin lobte er dessen sachliche und soziale Kompetenz, die auch die Auszeichnung Höhnes mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze durch den Landesfeuerwehrverband belege.

Süderbrarups Bürgermeister Friedrich Bennetreu übergab Höhne zum Dank für die gute Zusammenarbeit eine lebenslange Einladung zu dem nichtöffentlichen Teil der Eröffnung von Brarupmarkt.

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