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Schuby Open Air : Abrocken bis spät in die Nacht

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

4000 Besucher kamen am Wochenende zum eintrittsfreien Open Air nach Schuby. 100 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

Das fünfte Open-Air-Festival in Schuby können die Veranstalter um den Vorsitzenden Dietmar Dollase und das Team der Siedlergemeinschaft als vollen Erfolg verbuchen – und auch das Wetter spielte bestens mit. Unermüdlich, drei ganze Tage und halbe Nächte lang, waren die 100 ehrenamtlichen Helfer auf den Beinen, um den Besuchern und den
17 Bands einen reibungslosen Ablauf eines professionell ausgestatteten Open-Air-Konzertes zu präsentieren.

Dass die Siedlergemeinschaft ganz bewusst auf Eintrittsgelder verzichtet hatte, freute die rund 4000 Besucher. Das Programm konnte sich hören und sehen lassen. Vor allem der Freitag lockte Heavy-Metal-Fans und Freunde des Punk-Rocks an. Die Farbe Schwarz und vor allem T-Shirts mit Wacken-Emblem prägten das Bild der 1500 Besucher aller Altersgruppen, die sich vor der Bühne und auf dem Gelände des Sportplatzes versammelt hatten. Mit dabei waren auch die „Mutant Reavers“ aus Kiel, die „Horror-Punk“ präsentierten. Für Sänger „Oli Wonka“, Gitarrist „Doo van Dan“, Schlagzeuger „Dr. Mo“ und Bassist „Necrola“ war es der erste Bühnenauftritt in Schuby. Zu dem punkigen Outfit der Rockmusiker – einer Mischung der Punkrock-Legenden Lordi und den „Sex Pistols“ – gehörte jede Menge Theaterschminke, die ihnen dunkle Augenringe ins blasse oder blutunterlaufende Gesicht zauberte. Dass hinter der Maske der scheinbar harten Jungs tatsächlich ein weicher Kern steckt, das bewiesen die Musiker nach ihrem Auftritt hinter der Bühne. Drei der Musiker engagieren sich in der pädagogischen Arbeit, das vierte Bandmitglied ist Dozent der Elektrotechnik. „Ein super Festival“, sagte Wonka. „Alle können dabei sein, keiner wird ausgeschlossen. Das nenne ich echte Inklusion.“ Mit dem Lob war der Musiker nicht alleine. „Wahnsinn, was die Jungs hier auf die Beine gestellt haben. Alles sehr professionell“, sagte Olli Meurer, Sänger von „Murphys Law“. „Wir kommen gerne wieder“, fügte Ralf Lorenzen, Sänger von „Outfield Westwood“, hinzu.

Nach dem Warm-up mit bunter Mischung aus keltischem Rock, Country und Ska am Donnerstag gehörten die Metaller wie die Rammstein-Coverband „LOS!“ zum lautstarken Auftakt am Freitag. Am Sonnabend nahmen 100 Gäste am Gottesdienst teil, der von Pastorin Kerstin Popp geleitet wurde. Nachmittags ging es mit „Outfield Westwood“, „Hellmood“, „Karmakarakta“, „Taktlos“, „Murphys Law“, „Die Rote Laterne“ und schließlich mit „Down on Knees“ bis nachts um eins rockig weiter. Da das professionelle Technik-, Sound- und Licht-Team an allen drei Tagen für einen reibungslosen Wechsel im Bühnengeschehen der Bands sorgte, musste das Publikum nicht lange warten.

2000 Zuschauer verfolgten das Spektakel, das bei sommerlichem Wetter stattfand. Dass der vorausgesagte Regen schließlich nicht kam, das freute vor allem den Veranstalter. „Bei einer Regenwahrscheinlichkeit von 80 Prozent sind wir nun froh und sehr zufrieden. Alles ist super gelaufen. Mit dem Wetter steht und fällt ja einfach alles“, sagte Dietmar Dollase. Dass es rundherum in Schuby ruhig und friedlich blieb, bestätigten die Einsatzkräfte der Polizeistation Silberstedt sowie die Retter des DRK.

Glücklich, dass alles bestens lief, und zugleich ausgepowert, müde und erschöpft, bedankte sich Dollase bei allen Helfern, den Sponsoren, der Gemeinde und dem Amt Arensharde, die zum Gelingen des gemeinschaftlichen Festivals beigetragen hatten. „Nur mit jedem einzelnen ist das Ganze zu wuppen. Jeder einzelne hat etwas dazu beigetragen. Ich bin stolz auf das Team. Wir haben gemeinsam etwas für den Ort getan, und das ist gut“, sagte Dollase.

Nach den gemeinschaftlichen Abbau- und Aufräumarbeiten, die gestern früh bei Regenschauer stattfanden, kann sich das Team nun von den Strapazen erholen. Wird es ein 6. Schuby-Open-Air geben? „Ob es wieder startet, das wird in der nächsten Jahresversammlung besprochen, das entscheiden die Mitglieder“, so Dollase.

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