Bismarckstraße Schleswig : Abriss gerät ins Stocken

Durchfahrt Richtung Stadtzentrum verboten: In der Bismarckstraße werden Leitungen verlegt, und das Gebäude des Beerdigungsunternehmens Beck soll abgerissen werden. Allerdings steht die Fassade noch, weil es statische Probleme mit einem Anbau des nebenstehenden Hauses (vorne rechts) gibt. Fotos: Clasen
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Durchfahrt Richtung Stadtzentrum verboten: In der Bismarckstraße werden Leitungen verlegt, und das Gebäude des Beerdigungsunternehmens Beck soll abgerissen werden. Allerdings steht die Fassade noch, weil es statische Probleme mit einem Anbau des nebenstehenden Hauses (vorne rechts) gibt. Fotos: Clasen

Bestattungsunternehmen Beck: Das Bauvorhaben Bismarckstraße 21 verzögert sich, weil im Nachbarhaus eine Mauer nicht standfest ist

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11. Oktober 2018, 14:26 Uhr

Seit einer Woche ist der obere Teil der Bismarckstraße nur noch einseitig in Richtung Stadtfeld befahrbar. Zum einen, weil die Stadtwerke dort neue Versorgungsleitungen und Glasfaser ins Erdreich legen, und zum anderen, weil das Gebäude des Bestattungsunternehmens Beck (Bismarckstraße 21) abgerissen werden soll. „Eigentlich hätten wir schon längst angefangen haben wollen“, sagt Firmeninhaber Thomas Beck. Doch dann habe man in der vergangenen Woche überraschend festgestellt, dass eine teilweise freigelegte Mauer des unmittelbar angrenzenden Nachbarhauses Nr. 23 nicht standsicher ist. Die geplanten Abbrucharbeiten wurden vorerst auf Eis gelegt.

Gewerkelt wird auf dem Beck’schen Firmengelände schon länger. Im rückwärtigen Bereich wurden ein Anbau, eine ausgediente Tischlerei, Garagen und einige Schuppen dem Erdboden gleichgemacht. Dort sind die Handwerker dabei, ein Gebäude mit fünf Eigentumswohnungen zu errichten. Im März, so hofft Beck, können die ersten Bewohner einziehen.

Anders sieht es direkt an der Bismarckstraße aus, wo das Haupthaus aus dem Jahr 1904 einem modernen Neubau mit Büros und Mietwohnungen weichen soll. Vor Anfang 2020 werde man die neuen Räumlichkeiten wohl nicht beziehen können, befürchtet Beck. Mit seinen vier Mitarbeitern hat er sich bereits vor sieben Wochen ausquartiert an den Standort in der Friedrichstraße, wo sein Unternehmen auch das Beerdigungsinstitut Jochims betreibt. „Das ist hier natürlich alles sehr beengt“, berichtet der Chef am Telefon. Umso mehr hoffe er, dass das Gebäude an der Bismarckstraße möglichst bald abgerissen werden kann. Für gestern Abend stand ein Gespräch mit dem Nachbarn sowie Experten an. Dabei sollte ausgelotet werden, mit welchen Maßnahmen die gefährdete Mauer gesichert werden kann.

Das sei auch insofern von Bedeutung, so Beck, weil über die Bismarckstraße der gesamte Schutt vom Abriss der hinteren Gebäude abgefahren soll – wenn denn die Hauptfassade endlich weg und dafür ausreichend Platz ist. Anschließend müssten Tiefbauer die nötigen Versorgungsleitungen auf dem Grundstück verlegen, ehe mit dem Neubau begonnen werden kann. Beck will dann mit seinem Team in einen Bürocontainer auf dem Grundstück ziehen. „Bis dahin werden aber sicherlich noch einige Wochen vergehen.“

Der Ärger mit den Nachbarn am Flachsteich hat sich nach Einschätzung von Beck derweil gelegt. Sie hatten ursprünglich Bedenken gegen die Größe des dreigeschossigen Neubaus auf dem hinteren Teil des Grundstücks geäußert (wir berichteten). In den vergangenen Monaten habe er von den Nachbarn keine kritischen Töne mehr gehört, erklärte Beck.

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