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Abi-Move 2017 in Schleswig : Abi geschafft – Straßen dicht

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Rund 1500 junge Menschen zogen am Mittwochabend feiernd durch die Schleswiger Innenstadt.

von
erstellt am 06.Jul.2017 | 07:32 Uhr

Links und rechts von ihr tobte die Party. Aus den Boxen auf den Lautsprecherwagen hämmerten die Beats. Gekühlte Flaschen mit Bier und anderen alkoholische Getränken wurden geöffnet. Mitten im Gewühl Stine Marie Pischel. Hochkonzentriert, ein bisschen angespannt. Nüchtern. Wie mehr als 400 andere junge Menschen in Schleswig hat sie in den letzten Tagen das Abitur bestanden. Aber für sie war der Stress erst vorbei, als gestern um kurz nach 20 Uhr der Abi-Move sein Ziel erreichte – das „Ela“ im Gewerbegebiet St. Jürgen. Stine Marie Pischel hat zusammen mit drei anderen Abiturienten den Abi-Move organisiert. Mit der Polizei die Route abgestimmt, die Motorradstaffel der Johanniter gebucht und sich um einen Trecker gekümmert, der dem Umzug voranfährt und den größten von vier Lautsprrecherwagen zieht.

Alles im Griff: Organisatorin Stine Marie Pischel von der A.P.-Møller-Schule
Alles im Griff: Organisatorin Stine Marie Pischel von der A.P.-Møller-Schule
 

„Das mit dem Trecker war das Schwierigste“, sagte sie, kurz bevor sich die rund 1500 Teilnehmer auf den Königswiesen in Bewegung setzten. Landwirtschaftliche Zugmaschinen gibt es rund um Schleswig zwar genug, die meisten aber haben grüne Nummernschilder – so etwas akzeptiert die Polizei nicht für den innerstädtischen Einsatz bei einer Partyveranstaltung. „Zum Glück komme ich vom Dorf und kenne einen Lohnunternehmer, der einen Trecker mit schwarzem Nummerschild hat“, sagte Stine Marie Pischel. Auch bei den Kosten kam dieser Lohnunternehmer den jungen Leuten entgegen. Um auch die Kosten für die anschließenden Aufräumarbeiten durch die Umweltdienste in Grenzen zu halten, hatten die Organisatoren aus allen vier Schleswiger Gymnasien – Domschule, Lornsenschule, A.P.-Møller-Schule und Berufsbildungszentrum – schon seit Wochen an alle Teilnehmer appelliert, ihren Müll nicht einfach auf die Straße zu werfen und vor allem keine Glasflaschen mitzubringen. Das klappte zwar nicht zu hundert Prozent, dennoch verlief die fröhliche Party in der Innenstadt zivilisiert und ohne Zwischenfälle. Fast alle Autofahrer und die Fußgänger auf dem Capitolplatz nahmen die Verkehrsbehinderungen gelassen. Viele zückten spontan ihre Handys, um Bilder von dem ungewöhnlichen Spektakel zu machen.

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