zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

23. Oktober 2017 | 12:32 Uhr

Ab heute Abend ist die B 76 wieder frei

vom

Arbeiten an der Bundesstraße zwischen Fahrdorf und Fleckeby weitgehend abgeschlossen / Zunächst gilt Tempolimit von 40 Stundenkilometern

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Fahrdorf | Nach den Hiobsbotschaften aus der vergangenen Woche von der Sperrung der Rader Hochbrücke für Lkw und von Staus auf den Umleitungsstrecken folgt nun eine gute Nachricht von der B 76: Die Bauarbeiten zwischen Fahrdorf und Fleckeby sind fast abgeschlossen. Bereits gegen 20 Uhr am heutigen Freitag soll die Straße wieder freigegeben werden, zunächst mit einem Tempolimit von 40 Stundenkilometern - aber dafür vier Tage früher als ursprünglich geplant.

Derzeit laufen die abschließenden Arbeiten auf Hochtouren - Nachtschichten wurden eingelegt. Auf der frisch asphaltierten rund acht Kilometer langen Strecke werden Fahrbahn-Markierungen aufgebracht, Schutzplanken eingerichtet, hunderte Leitpfosten gesetzt, die Banketten profiliert und fehlende Asphalt-Deckschichten an Kreuzungen, Zufahrten und Feldwegen aufgebracht. Diese Arbeiten werden in der kommenden Woche neben dem fließenden Verkehr weitergeführt.

"Alles wird Zug um Zug abgearbeitet. Das sind aber alles Dinge, bei denen keine Vollsperrung nötig wird. Mit Blick auf die Situation der Rader Hochbrücke wollen wir für Abhilfe und Entspannung sorgen. Jede Stunde, die früher frei gegeben wird, zählt und liegt im Interesse aller", sagte Reiner Harks, Projektleiter des Landesbetriebes Straßenbau- und Verkehr Schleswig-Holstein. Bis zum Wochenende werden die blinkenden LED-Hinweis-Tafeln gegen Beschilderungen "Vorsicht Rollsplitt" mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 40 Stundenkilometer angebracht. Um Schäden am eigenen oder an fremden Fahrzeugen und Personen zu vermeiden, rät Harks, das reduzierte Tempolimit umbedingt zu befolgen. Beim Befahren der Straße bittet er um Rücksichtnahme. "Es sind immer noch viele Menschen, die hier arbeiten."

Indes lobte er das gesamte Bauarbeiter-Team um Bauleiter Marcel Feix und Schachtmeister Christian Schultz: "Alles hat funktioniert, wie es sein soll. Die Kommunikation war bestens. Man hat miteinander und nicht gegeneinander gearbeitet." Das sommerliche Wetter, insbesondere beim Einbringen der Asphaltverbundschichten, habe die zügige Ausführung wesentlich erleichtert.

Für die Bauarbeiter der B 76 gab es allerdings keine Sommerferien: In der sechswöchigen Bauzeit wurden die Asphaltschichten mit zahlreichen Fräsen abgetragen und anschließend 40 000 Tonnen Asphalt-Mischgut auf einer Fläche von 65 000 Quadratmetern aufgebracht. Schichtdeckenmessungen, Bohrkernentnahmen und Ebenheits- und Griffigkeitsmessungen der Asphaltschichten offenbarten eine ordentliche Ausführung, die nun durch ein unabhängiges Labor geprüft wird. "Hubbel gibt es hier nicht", sagt Harks.

Gar nicht reibungslos läuft indes der Verkehr auf der B 77 am Kreisel des Wikingerhofes in Jagel sowie rund um die Brücke über die A7 in Richtung Dannewerk. Zeitweise staut sich der Verkehr dort bis auf die Autobahn zurück. "Unerträglich", findet Amtsvorsteher Ralf Feddersen dies und bemängelt: "Diese Baustelle im gleichen Zeitraum wie die B 76 anzufangen, war nicht gut. Hinzu kommt noch die Situation an der Rader Hochbrücke. Nun haben wir den Salat." Nach Kontaktaufnahme mit dem Landesbetrieb Straßenbau- und Verkehr in Flensburg will man nun die problematische Situation durch verlängerte Grünphasen in Richtung Jagel verbessern. Wenn dies nicht funktioniert, werde eine manuelle Ampelschaltung in Erwägung gezogen. Eine kurzfristige Stilllegung der Baustelle sei derzeit nicht möglich. Der Schulbusverkehr der Kreisverkehrsbetriebe wird ab Montag, 5. August, über Selk/Königshügel umgeleitet - die betroffenen Eltern und Schüler wurden bereits durch das Amt Haddeby informiert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen