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Netzausfall bei Vodafone : 7200 Schleswiger Handykunden im Funkloch

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Vodafone-Mobilfunknetz in Schleswig ist noch bis Freitag gestört. Modernisierungsarbeiten verursachen „gravierende Einschränkungen“, sagt ein Unternehmenssprecher.

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erstellt am 10.Sep.2013 | 07:45 Uhr

Schleswig | Mittlerweile stecken die Vodafone-Kunden aus Schleswig und Umgebung seit fünf Tagen in einem Funkloch fest. Seit Donnerstag ist der Empfang der Mobiltelefone stark schwankend: Zeitweise leuchtet auf dem Display nur einer der Balken, welche die Empfangsstärke signalisieren, häufig ist das Telefonieren oder Versenden von SMS aber auch gänzlich unmöglich.

Ein Besuch in der Vodafone-Geschäftsstelle im Stadtweg hilft den unzufriedenen Verbrauchern jedoch wenig. Mitarbeiter Jens Carstens ist genauso ratlos wie seine Kunden. Von der Zentrale habe er noch keine Erklärung bekommen. Dort wurde die Störung zwar aufgenommen, aber eine Rückmeldung gab es noch nicht. „Wir hängen hier in der Luft“, sagt er bedauernd und kann selbst nur vermuten, wo das Problem liegt.

Auf sh:z--Anfrage kommt die Erklärung aus der Zentrale in Düsseldorf: Unternehmenssprecher Volker Petendorf erklärt, es handele sich nicht um einen Defekt an einem einzigen Mast, sondern um grundlegende Modernisierungsarbeiten in der ganzen Umgebung. Sein Unternehmen habe eine große Summe in die Hand genommen, um diese umfangreichste Netzmodernisierung in der Region seit über 20 Jahren durchzuführen. Ziel sei es die Sprachqualität und Datenübertragung zu verbessern und die Gesprächsabbruchraten zu verringern. Dafür sei ein Komplettaustausch des Equipments notwendig. „Normalerweise läuft diese Umstellung so, dass unsere Kunden das nicht merken“, betont Petendorf. Diese „gravierenden Einschränkungen“ in Schleswig seien nicht absehbar gewesen, deshalb bittet er die Vodafone-Kunden um Verzeihung. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Modernisierung abzuschließen und die Fehler zu beheben. Das sollte bis Ende dieser Woche geschafft sein.“

Den rund 7200 Schleswigern, die bis dahin mehrere Tage lang ihr Mobiltelefon nur sehr eingeschränkt nutzen konnten, stehe rein rechtlich keine Entschädigung zu, sagt der Vodafone-Sprecher. Jedoch räumt er ein, dass sein Unternehmen sich kulant zeigen werde. Wenn Kunden sich bei der Kundenbetreuung melden würden und glaubhaft versichern könnten, von den Schäden stark eingeschränkt worden zu sein, „dann werden wir uns etwas einfallen lassen.“

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