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Schleswiger Nachrichten

17. Dezember 2017 | 00:06 Uhr

61,4 Prozent für Christiansen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Klares Votum für den Kandidaten von SPD, Grünen und SSW / Frank Neubauer (CDU) gewann nur einen von 14 Bezirken

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2013 | 18:45 Uhr

Eine klare Mehrheit der Schleswiger Wähler hat sich für Dr. Arthur Christiansen entschieden. Bei der gestrigen Stichwahl um das Bürgermeisteramt konnte der Bewerber von SPD, Grünen und SSW 61,4 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen. Damit verwies er seinen CDU/FDP-Mitbewerber Frank Neubauer auf den zweiten Platz. Der frühere Ratsherr kam auf 38,6 Prozent.

Beim ersten Wahlgang vor vier Wochen hatten sich die Besucher im Ständesaal bis 19.21 Uhr gedulden müssen, bevor das erste Ergebnis der Bürgermeisterwahl auf eine Leinwand projiziert werden konnte. Bis zum Endergebnis hatte es sogar bis 21.28 Uhr gedauert. Dies war der Bundestagswahl geschuldet, die zuerst ausgezählt werden musste. Gestern hingegen ging es ausschließlich um die Wahl des Schleswiger Verwaltungschefs – entsprechend schnell kam man in den Schleswiger Bezirken voran. Um 18.17 Uhr stand das erste Ergebnis fest – und es war wegweisend. Im Bezirk 3 (St.-Jürgen-Schule) erhielt Christiansen 59,6 Prozent. Als dies bekannt wurde, löste sich die Spannung unter den SPD-Mitgliedern merklich.

Kurz vor 19 Uhr legte Gemeindewahlleiter Rainer Raup das vorläufige Endergebnis vor, das jedoch noch am Mittwoch vom Gemeindewahlausschuss bestätigt werden muss. Christiansen konnte 13 der 14 Schleswiger Bezirke für sich entscheiden. Neubauer hingegen gewann lediglich den Bezirk 13 (Dannewerkschule), und das auch nur sehr knapp. Hier erreichte er 50,5 Prozent beziehungsweise fünf Stimmen mehr als sein Konkurrent.

Christiansen konnte die Wähler stadtweit überzeugen – ungeachtet klassischer CDU- oder SPD-Hochburgen. Sein bestes Ergebnis fuhr er im Bezirk 8 (Hjort-Lorenzen-Schule) ein, wo er es sogar auf eine Zwei-Drittel-Mehrheit brachte (67,6 Prozent). In neun Bezirken knackte er die 60-Prozent-Marke. Sein Vorsprung wuchs schnell auf 1000 Stimmen. Nach Auszählung von sieben der 14 Bezirke war er nicht mehr einzuholen. Daraufhin kam bei Bekanntgabe eines jeden neuen Ergebnisses Jubel auf.

Die Wahlbeteiligung lag bei 42,5 Prozent und war damit deutlich geringer als beim ersten Wahlgang, der 66,8 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne gelockt hatte. Dr. Arthur Christiansen wird am 17. Januar in einer Sondersitzung der Ratsversammlung ins Amt eingeführt.

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