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Schleswiger Nachrichten

18. Oktober 2017 | 17:13 Uhr

510 Bürger wählten bereits per Brief

vom

Kommunalwahl am 26. Mai: Stadtverwaltung musste Bezirke neu zuschneiden

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Schleswig | Der materielle Wert der Wahlurne im Rathaus dürfte sich im sehr niedrigen Euro-Bereich bewegen, dennoch wird sie derzeit jeden Abend diebstahlsicher verschlossen. Immerhin ist der Inhalt wertvoll - zumindest aus der Sicht von Demokraten. In dem grauen Kunststoffbehälter befinden sich bereits 510 Stimmzettel. Sie wurden ausgefüllt von Bürgern, die am Tag der Kommunalwahl, 26. Mai, keine Zeit haben, ein Wahllokal aufzusuchen. Bis zum 24. Mai, in besonderen Fällen sogar am Wahltag bis 15 Uhr, kann man im Rathaus die Briefwahlunterlagen beantragen.

Koordiniert wird dies von Wahlamtsmitarbeiter Oliver Frieß. Das Wahlgesetz verpflichtet ihn zu maximaler Großzügigkeit gegenüber allen Antragstellern. "Per Fax, per E-Mail oder persönlich im Rathaus kann man die Briefwahlunterlagen beantragen, nur per Telefon geht es nicht", sagt er. Frieß prüft, in welchem Wahlbezirk der jeweilige Bürger wohnt und schickt ihm per Post zwei Stimmzettel zu: einen für die Wahl zur Ratsversammlung, einen für die Kreistagswahl. Portofrei senden die Bürger die ausgefüllten Stimmzettel zurück. Wer seine Unterlagen direkt im Rathaus abholt, hat es mindestens genauso einfach: In einer Wahlkabine im Rathaus-Foyer kann man sein Kreuzchen machen und den Stimmzettel anschließend in die Wahlurne einwerfen, die sich tagsüber im Büro von Oliver Frieß befindet (Erdgeschoss, Einwohnermeldeamt).

Bei dieser Wahl sollten die Bürger sehr genau hinsehen, welches Wahllokal auf ihrer Benachrichtigungskarte vermerkt ist. Eine Änderung des Wahlgesetzes hat zur Folge, dass die Stadt die Wahlbezirke neu zuschneiden musste. Klingt einfach, war aber aufwändig. Zunächst wurde die Zahl der Bezirke von 15 auf 14 verringert, zudem musste die Verwaltung berücksichtigen, dass die Bezirke annähernd gleich groß ausfallen. Da zudem neue Straßen wie im Wohngebiet am Berender Redder und auf der Freiheit hinzugekommen sind, ergaben sich zum Teil umfangreiche Veränderungen. Einzig der Bezirk 7 rund um die Berliner Straße kam "ungeschoren" davon.

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