ganz ohne Diätgetränke und Co. : 50 Kilo abgespeckt

Hagen Nickels (37) im vergangenen Jahr, als er rund 150 Kilo wog...
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Hagen Nickels (37) im vergangenen Jahr, als er rund 150 Kilo wog...

Der Schleswiger Hagen Nickel hat einen eigenen Weg zum Abnehmen gefunden.

shz.de von
16. August 2018, 07:00 Uhr

Nein, nicht die Hitze der vergangenen Wochen brachte Hagen Nickels Pfunde zum Schmelzen. Das hat er ganz allein geschafft. Seit November 2017 hat er bislang ganz genau 51,5 Kilogramm abgenommen. Nun hat der 37-Jährige nur noch 98,5 Kilo auf der Waage. Sein Ziel: Auf 90 Kilo möchte der Schleswiger noch runter – und dann sein Gewicht halten. Weil er dann endlich, mit einer Körpergröße von 1,89 Meter, sein Normalgewicht erreicht hätte.

„Eigentlich störte mich mein Gewicht nie, aber im vergangenen Jahr hatte ich einen Nierensteinvorfall und die Ärzte konnten aufgrund meines hohen Gewichts nichts auf dem Ultraschall erkennen. Das hat mich doch erschreckt, und ich habe beschlossen, etwas dagegen zu tun“, erinnert sich der Angestellte, der mit seinem eigenen Abnehm-Weg auch andere Menschen motivieren möchte.

„Ich war selbst überrascht, wie ich durch wenige Veränderungen sehr schnell Gewicht verloren habe“, erzählt Nickel. Anfangs machte er zwei bis dreimal die Woche 30 Minuten Sport auf dem Heimtrainer, später steigerte er die Einheiten auf 40 bis 60 Minuten. Gegessen hat er eigentlich alles wie bisher, nur in geringeren Mengen. „Ich glaube, nur so habe ich das auch durchgehalten. Wenn ich mir bestimmte Sachen verboten hätte zu essen, wäre ich rückfällig geworden“, ist er sich sicher. Weihnachtsbraten, Essen gehen und auch mal Chips gönnt er sich weiterhin, aber eben in Maßen. Diätgetränke oder käufliche Abnehmprogramme? Die lehnt er hingegen ab. Lediglich einen Schrittzähler und eine App zum Zählen der eingenommenen Kalorien helfen ihm, einen Überblick zu haben. „6000 Schritte versuche ich jeden Tag zu gehen. Das klappt ganz gut, denn zum Einkaufen, Essen gehen, oder wenn ich Freunden besuchte habe, habe ich früher relativ schnell das Auto genommen. Heute gehe ich alle Kurzstrecken zu Fuß“, sagt er. Zur Schonung der Gelenke fing er erst ab einem Gewicht von 110 Kilo an zu joggen. Zehn Kilometer möchte er irgendwann locker laufen können, allerdings nicht im Wettbewerb, nur für sich selbst.

Seine Klamotten aus dem letzten Jahr sind inzwischen alle viel zu groß. Aus XXXXXL wurde XL und die Hosengröße 44 durfte einer 38 weichen. „Shoppen macht jetzt viel mehr Spaß, es gibt viele schönere Sachen“, stellt Nickel fest. Die alte Kleidung möchte er weggeben, denn diese soll ihm nie wieder passen. Damit das so bleibt, wird er weiterhin Sport machen und kontrolliert essen. „Ich fühle mich fitter und bin viel seltener krank“, sagt Hagen Nickel.


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