Schleswig : 400 Schüler fühlen den Ratspolitikern auf den Zahn

Die Domschülerin Cadja Giering (links stehend) wollte wissen, wie es mit dem Parkhaus weitergeht.
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Die Domschülerin Cadja Giering (links stehend) wollte wissen, wie es mit dem Parkhaus weitergeht.

An drei Vormittagen diskutierten Vertreter von acht Parteien und Wählergruppen im Rathaus mit Jugendlichen.

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10. Februar 2018, 06:52 Uhr

400 Schüler haben in dieser Woche im Rathaus mit Kommunalpolitikern diskutiert, die am 6. Mai bei den Wahlen zur Ratsversammlung und zum Kreistag antreten. An drei Vormittagen war der Ständesaal jeweils nahezu voll besetzt. Auf Einladung des Jugendzentrums waren Klassen der Domschule, Lornsenschule, des Berufsbildungszentrums, der Bruno-Lorenzen-Schule und der Gallbergschule zu Gast. Das Mindestwahlalter liegt bei den Kommunalwahlen bei 16 Jahren, viele Schüler dürfen also bereits ihre Stimme abgeben. Ein Thema, das die Jugendlichen besonders interessierte, war dabei die Entwicklung der Innenstadt.

Die Domschülerin Cadja Giering fragte die Kommunalpolitiker nach dem Plänen für das Parkhaus am Schwarzen Weg und wollte wissen; „Müssen überhaupt Parkgebühren erhoben werden?“

Die Vertreter von SPD, CDU, SSW, Grünen, FWS, FDP und BfB waren sich einig, dass das Parkhaus entweder abgerissen oder aber vollständig saniert werden müsse. Fast alle Kommunalpolitiker hielten moderate Parkgebühren für sinnvoll, um das Parkhaus künftig auch unterhalten zu können. Einzig die Vertreter der Linken sprachen sich dafür aus, aufs Parkhaus zu verzichten und stattdessen den Busverkehr auszubauen.

Weitere Fragen der Jugendlichen an die Politiker drehten sich um Arbeitsplätze und Wohnraum. Für jeweils zwei Stunden standen die Vertreter der Parteien den Jugendlichen am Montag, am Mittwoch und am gestrigen Freitag Rede und Antwort.

Die Leiterin des Jugendzentrums, Sandra Martensen, moderierte die drei Veranstaltungen. Während und nach der Vorstellung der Fraktionsvertreter sorgte Martensen dafür, dass Redezeiten eingehalten wurden und fast alle Fragen der Schüler beantwortet werden konnten. „Es war eine sinnvolle und gelungene Veranstaltungsreihe“, sagte sie.

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