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Gewerbegebiet Schleswig-Schuby : 4,4 Millionen Euro vom Land

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Wirtschaftsministerium sagt die lang ersehnte Förderung für die Erschließung des interkommunalen Gewerbegebietes Schleswig-Schuby zu. 4,4 Millionen Euro werden über drei Jahre bereitgestellt.

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erstellt am 06.Dez.2013 | 17:00 Uhr

Bei optimalem Verlauf aller Vorbereitungen könnten im kommenden Herbst die ersten Gewerbegrundstücke im interkommunalen Gewerbegebiet Schleswig-Schuby verkauft werden. Das setzt voraus, dass bis dahin die Erschließungsarbeiten im ersten Bauabschnitt abgeschlossen sind. Um diese voran zu treiben, stehen dem Zweckverband jetzt die lang ersehnten Fördermittel zur Verfügung. Eine halbe Stunde vor Beginn der Zweckverbandsversammlung ging eine entsprechende Nachricht bei Geschäftsführer Torsten Eickstädt aus dem Wirtschaftsministerium ein. Damit liegt der Förderanteil des Landes nicht – wie vorgesehen – bei 50 Prozent, sondern sogar bei 60 Prozent. „Das ist eine sehr gute Zwischennachricht“, sagte Eickstädt.

Die Fördermittel des Landes werden in drei Tranchen gewährt: für 2014 werden 657 400 Euro ausgezahlt, für 2015 226 568 Euro und für 2016 3,5 Millionen Euro. Da aber der Löwenanteil der Kosten voraussichtlich bereits im kommenden Jahr anfallen wird, muss der Zweckverband zunächst einmal in Vorlage gehen, um die Erschließung des ersten Bauabschnittes zu finanzieren. Dies geschieht über eine Umlage bei allen beteiligten 23 Kommunen.

Im Haushaltsplan für das kommende Jahr hat der Zweckverband Investitionen mit einem Volumen von knapp sechs Millionen Euro vorgesehen.

Die Erschließungspläne stellte Michael Hohrmann von der Arbeitsgemeinschaft IKG-Planung vor. Demnach wird der erste Bauabschnitt des Gewerbegebietes mit einer Ringstraße erschlossen, so dass Lkw-Gespanne nicht in die Verlegenheit kommen, wenden zu müssen. Am Straßenrand soll ausreichend Stellraum für Trailer und Lastwagen vorhanden sein. Die Entwässerung der versiegelten Flächen soll über eine naturnahe Regenwasserreinigungsanlage erfolgen. Von diesem Reinigungsbecken aus soll das Wasser in den auf der Fläche vorhandenen Teich sickern. Auf einen Vorfluter könne verzichtet werden, so Hohrmann. Alle wasserrechtlichen Genehmigungsanträge seien eingereicht worden, sagte er.

Ferner sind bereits Gespräche mit der Schleswig-Holstein Netz AG geführt worden, weil eine 60-KV-Hochspannungsleitung, die derzeit noch über die Fläche verläuft, an die Bundesstraße verlegt werden soll. Die EU-weite Ausschreibung der Erschließungsarbeiten wird derzeit vorangekündigt. Ziel sei es, die Ausschreibungsfristen zu verkürzen, erklärte der Fachmann, damit bereits im Frühjahr mit den Arbeiten begonnen werden könne.

Interessenten an Gewerbeflächen werden künftig einen Ansprechpartner haben. Die Verbandsversammlung beschloss, dass die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wireg), an der alle Gemeinden des Verbandes beteiligt sind, als zentrale Anlaufstelle für alle Grundstücks- und Verfahrensfragen fungieren soll.

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