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Schleswiger Nachrichten

17. Oktober 2017 | 19:21 Uhr

Buss- und Bettag : 300 Schüler und ein Bischof

vom

Kirche statt Schule: Bischof Gothart Magaard predigte am Buß- und Bettag vor rund 300 Jugendlichen aus den Schleswiger Schulen. Dom- und Lornsenschüler hatten den Gottesdienst vorbereitet.

shz.de von
erstellt am 19.Nov.2014 | 13:25 Uhr

Rund 300 Schüler aus Schleswiger Bildungseinrichtungen haben heute im St. Petri-Dom gemeinsam mit Bischof Gothart Magaard einen Buß- und Bettagsgottesdienst gefeirt. Jugendliche der Lornsen- und der Domschule hatten den Gottesdienst im Rahmen eines Schulprojektes seit den Sommerferien gemeinsam mit ihren Religionslehrern vorbereitet. Mit szenischen Denkimpulsen gestalteten sie das Thema des Gottesdienstes „Was gibt mir Halt?“.

In seiner Predigt ging Magaard auf die Gedanken und Fragen der jungen Menschen ein: „Das Wechselverhältnis von Sehen und Gesehen-Werden, Urteilen und Beurteilt-Werden bestimmt unser Leben“, erklärte Gothart Magaard. „In euren Anspielen habt ihr das recht dramatisch herausgearbeitet“, sagte der Bischof im Blick auf die Darstellungen der Schülerinnen und Schüler, „Leistungserwartungen, die uns keine Ruhe lassen. Schönheitsideale, denen wir nachstreben wollen. Mobbing und Ausgrenzung. Falsche Träume und Fluchtversuche, wenn Stress und Druck zu groß werden – bis hin zur Selbstzerstörung.“ Dann helfe es, wenn jemand sage: „Ja, du bist okay. Du darfst so sein, wie du bist.“

Die Schüler der beiden gymnasialen Oberstufen hatten sich bei der Erarbeitung des Gottesdienstes intensiv mit der biblischen Figur des Petrus auseinandergesetzt. Auch er hatte in seinem Leben Brüche: Als es hart auf hart kam, brach er ein, verleugnete Jesus dreimal. Bischof Magaard: „Kennen wir das nicht? Feste Vorsätze – und dann meldet sich der innere Schweinehund, und alles ist vorbei.“ Dennoch habe Jesus gerade diesen labilen Petrus aufgefordert: "Kümmere dich um die Gemeinschaft!"

Im Mittelpunkt des Buß- und Bettages, der jeweils am Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag und damit  am Ende des Kirchenjahres begangen wird, stehen Besinnung und Neuorientierung. Seit 1995 ist der Buß- und Bettag nur noch in Sachsen gesetzlicher Feiertag. In der Nordkirche laden viele Kirchengemeinden an diesem Tag in den Abendstunden zu einem Gottesdienst ein.

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