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Lehrstellenrallye : 300 Schüler auf der Jagd nach Ausbildungsplätzen

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

27 Unternehmen stellten sich bei der sechsten Schleswiger Lehrstellenrallye vor. Yasemin Abursu wurde Lehrstellenkönigin und gewann einen Tablet-Computer.

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erstellt am 27.Sep.2014 | 09:14 Uhr

Automobilkauffrau, Buchhändler, Finanzwirtin oder Koch – die Auswahl war gewaltig. Gestern Nachmittag hatten Schleswigs Schüler die Chance, 41 verschiedene Ausbildungsberufe in 27 Betrieben kennenzulernen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) lud zum sechsten Mal ein zur Lehrstellenrallye quer durch die Stadt.

300 Jugendliche machten mit. Das waren nicht ganz so viele wie in den Vorjahren, aus Sicht von IHK-Geschäftsstellenleiter Stefan Wesemann aber kein Problem. „Vielleicht liegt es am demografischen Wandel“, sagte er. „Es gibt einfach weniger Schüler.“ Vielleicht habe auch der Regen, der zwischendurch einsetzte, einige Schüler davon abgehalten, quer durch Schleswig zu laufen. „Das Entscheidende ist aber“, sagte Wesemann, „dass die meisten Jugendlichen wirklich sehr interessiert waren und nicht nur nach Stempeln jagten.“

Dennoch – die Stempel auf der Rallyekarte waren für viele Schüler ein willkommener Nebeneffekt ihrer Suche nach einem attraktiven Ausbildungsplatz. Wer sich mindestens drei Betriebe angesehen und damit einen Stempel verdient hatte, nahm am Abend an der großen Verlosung im Konferenzsaal der Nord-Ostsee-Sparkasse teil. Alle beteiligten Unternehmen hatten Preise spendiert. Alina Wichmann, Auszubildende bei der Nospa, spielte die Glücksfee. Der Hauptpreis war ein nagelneuer Samsung-Tabletcomputer. Ihn gewann Yasemin Abursu aus der Bruno-Lorenzen-Schule, die damit gleichzeitig den Titel „Lehrstellenkönigin 2014“ trägt. Sie hatte sich bei der Nospa informiert, im Hotel Waldschlösschen, bei der AOK und bei der Provinzial-Versicherungsagentur am Capitolplatz.

Dessen Inhaber Arne Hinrichsen zeigte sich angetan vom großen Interesse der Jugendlichen. „Viele waren gut vorbereitet und hatten sehr gezielte Fragen. Es ging um Fortbildungsmöglichkeiten, aber natürlich auch um die Bezahlung.“ Allerdings musste Hinrichsen denjenigen Schülern, die schon im kommenden Sommer ihren Abschluss machen, auch sagen, dass sie möglicherweise schon zu spät dran sind. „Ich habe jetzt schon eine ganze Reihe sehr interessanter Bewerbungen auf dem Tisch.“

Kein Problem für Yasemin Abursu. Sie möchte nach der Mittleren Reife ohnehin erst einmal das Abitur machen. Ihr Berufswunsch danach: „Bankkauffrau oder Steuerberaterin.“ Die Lehrstellenrallye habe ihr auf jeden Fall geholfen, sagt sie. „Alle Unternehmen haben sich sehr intensiv um uns Schüler gekümmert.“ In der Regel waren es die aktuellen Auszubildenden, die ihren potenziellen Nachfolgern aus erster Hand berichteten, was sie erwartet.

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