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Schleswiger Nachrichten

19. August 2017 | 00:18 Uhr

Schleswig : 300 Kinder im Sportcamp-Fieber

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Ferien-Veranstaltung auf den Königswiesen kommt sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Betreuern richtig gut an.

Für die einen ist es schlicht und einfach das Sportcamp, für die anderen die „verrückteste Woche des Jahres“. So zumindest fasst Cedrik Kempin das fünftägige Ferien-Spektakel auf den Königswiesen zusammen. Und der Abiturient muss es wissen. Nicht nur weil er bereits zum dritten Mal als Basketball-Betreuer im Einsatz ist. Sondern vielmehr, weil seine ganze Familie seit Jahren mit dem Sportcamp-Virus infiziert ist: Sein Vater Thomas ist Teil des Organisationsteams, Mutter Maren und Schwester Fiona helfen bei der Essensausgabe und -vorbereitung, sein Bruder Lennart ist – wie Cedrik – Helfer im Basketball-Team und die jüngste Schwester Delia ist Teilnehmerin und versucht sich in diesem Jahr im Hockey.

Das ist eine von insgesamt 16 Sportarten, die die 300 Kinder in diesem Jahr ausprobieren können. 14 Vereine aus Schleswig und dem Umland wollen auf diese Weise zum einen den Mädchen und Jungen die Möglichkeit bieten, sich sportlich auszutesten. Gleichzeitig machen sie aber auch auf sich und ihr Angebot aufmerksam. Dritter Gewinner sind berufstätige Eltern. Denn viele Familien freuen sich auch deshalb jedes Jahr aufs Neue wieder auf das Sportcamp, weil sie damit eine Woche lang (von insgesamt sechs Ferienwochen) ihre Kinder in gute Hände abgeben können.

„Es macht einfach richtig viel Spaß hier. Auch wenn ich etwas Muskelkater habe“, fasste die neunjährige Mariana gestern die Stimmung zusammen. Gemeinsam mit 19 anderen Kindern ist die Grundschülerin aus Klappholz Teil der Leichtathletik-Gruppe, die (wie auch das Hockey-Angebot) vom TSV Fahrdorf betreut wird. Und offenbar macht das Team um Bente Hölterhoff (16) seine Sache gut. Denn auch Marianas Mitstreiter sind begeistert. „Ich war schon letztes Jahr hier und wollte unbedingt wieder dabei sein. Zum Glück hat es geklappt“, sagte Paula (9) aus Schuby.

Tatsächlich, so bestätigt Thomas Kempin, gibt es viele treue Sportcamp-Kinder. Aber es seien auch immer wieder neue Gesichter dabei. Und die Nachfrage ist auch im fünften Jahr noch immer groß. 370 Bewerber für die 300 Plätze hat es diesmal gegeben. Ihnen stehen 20 Helfer des Organisationsteams und rund 120 Trainer und Teamer von den beteiligten Vereinen zur Seite. 25 große weiße Zelte wurden auf dem Sportplatz an den Königswiesen aufgebaut. Unter anderem hat jede Sportgruppe ihr eigenes Lager. Jeden Morgen um 8 Uhr treffen sich alle Teilnehmer und Betreuer vor der großen Bühne, wärmen sich – bei lauter Musik – gemeinsam auf, frühstücken (unter anderem wird das Essen von Helios und Famila gesponsert) und üben den Lagertanz ein. Danach schwirren die Gruppen zu den verschiedenen Sportstätten aus, ehe sie sich zum Mittagessen erneut im Lager treffen. Dann steht erneut Sport auf dem Programm. Zum Abend hin stehen noch einmal „Spiele ohne Grenzen“ und ein gemeinsam Abschluss des Tages auf dem Programm. Thomas Kempin fasst zusammen: „Es herrscht insgesamt eine tolle Stimmung – auch dank des tollen Einsatzes der ehrenamtlichen Trainer und Betreuer, die für diese Veranstaltung viel Freizeit opfern.“

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erstellt am 27.Aug.2015 | 07:08 Uhr

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