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Schleswiger Nachrichten

24. Oktober 2017 | 08:07 Uhr

Lindaunis : 2018 soll die neue Brücke stehen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Bahn hat einen ersten Entwurf für eine Schleiquerung bei Lindaunis eingereicht. Die Bauzeit beträgt zwei Jahre. Die Pläne gab es schon vor den aktuellen Problemen mit der Klappbrücke.

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erstellt am 01.Aug.2014 | 22:00 Uhr

Die Bahn macht Druck – vor einigen Tagen wurde beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr ein Entwurfsplan für einen Neubau der Brücke Lindaunis eingereicht. Wenn alles nach Plan läuft, wird eventuell schon im kommenden Jahr mit den Bauarbeiten begonnen – und 2018 ein neues Bauwerk fertig sein, das Autos, Zügen, Radfahrern und Fußgängern einen Weg über die Schlei bietet.

Das Vorgehen habe nichts mit den Problemen vom Beginn der Woche zutun, als die denkmalgeschützte Klappbrücke aus dem Jahr 1927 ihren Dienst versagte und zig Segler für zwei Tage in der Schlei gefangen hielt, betonte Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis, der die jüngsten Macken des Klappmechanismus als höchst ungewöhnlich bezeichnete: „Ich bin ja schon einige Jährchen dabei. Aber dass sich ein Gestänge aufgrund der Hitze so verbiegt, habe ich noch nie erlebt.“

Die Pläne für den Neubau gibt es schon seit einigen Jahren – dass das Thema jetzt wieder hochkommt, sei wegen der letzten Panne nicht verwunderlich, aber reiner Zufall, sagte Meyer-Lovis. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatten Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Torsten Conradt, der Chef des Landesbetriebs, recht konkrete Planungen für eine neue Klappbrücke vorgelegt. Und daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Die Kosten, die damals mit rund 17,2 Millionen Euro beziffert wurden, wollte Meyer-Lovis gestern allerdings nicht bestätigen. „Die Untersuchung des Baugrundes hat sich als spannender herausgestellt als erwartet“, verriet er – ohne auf die möglichen Mehrkosten einzugehen. Es ist allerdings sehr wahrscheinlich, dass die Sache erheblich teurer wird. Die Bahn trägt ein Drittel der Kosten, das Land zwei Drittel. „Wir sind mit etwa 20 Millionen Euro dabei“, bestätigte Harald Haase, der Sprecher des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums.

In den vergangenen Tagen hat die Bahn einen Entwurfsplan für das neue Bauwerk beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr eingereicht – eine Art Voranfrage, erklärt der Bahn-Sprecher. Die Planungsunterlagen sollen erst im Herbst eingereicht werden. Und erst dann kann entschieden werden, ob ein zeitaufwendiges Planfeststellungsverfahren notwendig wird. „Wir hoffen, dass eine Planungsgenehmigung ausreicht, weil wir ja eine bestehende Brücke ersetzen wollen“, sagte Meyer-Lovis. Sollte das klappen, wird der „sichtbare Baubeginn“ 2015/2016 sein. Zuvor sind noch europaweite Ausschreibungen und andere Formalien zu erledigen. Bei einer Bauzeit von zwei Jahren rechnet die Bahn mit einer Fertigstellung der Brücke im Jahr 2018.

Nach den bisher vorliegenden Plänen wird das neue Bauwerk östlich der alten Brücke liegen. Vorgesehen sind zwei Fahrspuren für den Autoverkehr – dazwischen das Gleis. Getrennt davon sollen künftig Fußgänger und Radfahrer die Schlei überqueren. Auch das neue Bauwerk wird eine Klappbrücke.

 

 

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