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Schleswig 06 : 200 000 Euro für Clubheim-Sanierung

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Verein hofft auf Gelder der Stadt für energetische Sanierung – denn er klagt über jährliche Gasrechnungen in Höhe von 15 000 Euro.

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erstellt am 23.Okt.2015 | 07:29 Uhr

Bereits seit Jahren schlägt der Vorstand von Schleswig 06 Alarm. Der Grund: Die Heizkosten für das deutlich in die Jahre gekommene Clubheim am Schützenredder wachsen dem Verein über den Kopf. Rund ein Sechstel der Mitgliederbeiträge, so rechnet Vorsitzender Dirk Mahnke vor, gingen allein für die Gasrechnung drauf. „Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Es muss dringend etwas passieren“, sagt er.

Nun endlich scheint Rettung in Sicht zu sein. Denn die Verwaltung hat in den vorläufigen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr einen Betrag von 200  000 Euro eingestellt, um das Clubheim energetisch zu sanieren. Kleiner Haken: Noch fehlt das endgültige Okay durch den Finanzausschuss und die Ratsversammlung. „Wir freuen uns aber schon einmal, dass die Stadt das Problem endlich erkannt hat und Gelder für die Sanierung bereitstellen möchte“, sagt Mahnke.

Tatsächlich gehen die Energiekosten dem Verein mächtig an die Substanz. Rund 15  000 Euro verschlingen sie im Jahr. Deshalb hofft man bei 06, insbesondere das Dach und die Dämmung des Anfang der 50er Jahre gebauten Hauses (der Anbau stammt aus den frühen 70er Jahren) komplett austauschen zu können. Gleiches gilt für die alten Fenster. Damit wäre es aber noch nicht getan. Denn gleichzeitig müssten auch mehrere Umbaumaßnahmen im Haus erfolgen. Zum Beispiel gibt es bis heute keine eigenen Duschen für die Schiedsrichter. Auch die Mannschaftsumkleidekabinen sind klein und renovierungsbedürftig. „Es ist in den letzten Jahren nie richtig viel gemacht worden. Die meisten Arbeiten wurden wenn dann in Eigenleistung erledigt. Aber damit kommen wir bei den grundlegenden Problemen nicht weiter“, sagt Mahnke. „Wenn jetzt endlich was passiert, wäre das eine richtig gute Sache für den Verein.“

Denn mit dem Geld, das man durch deutlich niedrigere Nebenkostenrechnungen einsparen könnte, wäre es zum Beispiel möglich, Übungsleiter und andere Helfer besser zu entlohnen. „Seit Jahren ist es so, dass jeder, der sich hier einbringt, noch Geld mitbringen muss. Oft kommen wir aber schon beim Fahrtgeld oder anderen Aufwandsentschädigungen an unsere Grenzen“, sagt der Vereinsvorsitzende, der seit 1971 Mitglied ist.

2004, als Schleswig 06 finanziell am Ende war, hatte die Stadt das Clubheim dem Verein für einen Preis von rund 100  000 Euro abgekauft – sozusagen als Rettungsaktion. Schon damals war allen Beteiligten klar, dass sich das Gebäude – zu dem auch eine ehemalige Hausmeisterwohnung gehört, die inzwischen auch vom Verein genutzt wird – in einem renovierungsbedürftigen Zustand befand. Nun steht die Stadt als Eigentümer in der Pflicht, das Gebäude auch mit Blick auf die notwendige energetische Sanierung in Schuss zu halten.

„Natürlich muss das in unserem Interesse sein“, sagt deshalb auch Stephan Dose. Der SPD-Fraktionsvorsitzende, der auch im Sportausschuss sitzt, übernimmt zurzeit die Funktion des Bürgermeisters (Arthur Christiansen ist im Urlaub) und äußert sich entsprechend vorsichtig. „In der Fraktion haben wir den Haushalt noch nicht durchgesprochen. Deswegen will ich noch nicht sagen, in welchen Punkten wir zustimmen und wo nicht.“ Die Bauverwaltung habe aber damals, als die Stadt das Gebäude übernommen hat, einen langfristigen Sanierungsplan erarbeitet, der nach und nach abgearbeitet werden könne. Dass im nächsten Jahr sicher „etwas passieren“ werde, davon gehe er aber aus.

Dazu gehört offenbar der Abbau des alten Kassenhauses, das auf der Rückseite des Dr.-Alslev-Platzes steht, seit Jahren jedoch nicht mehr genutzt wird. Hierfür stehen im vorläufigen Haushaltsentwurf zusätzliche 4200 Euro bereit. Auch andere Sportvereine können sich übrigens über Zuschüsse der Stadt freuen. So soll unter anderem der Zaun am VfR-Platz für 36  000 Euro erneuert werden. Auch die Fensterfront am dortigen Vereinsheim wird ausgetauscht.

 

 

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