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Brandserie in Schleswig : 19-Jähriger legt Geständnis ab

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nach dem Brand im Hertie-Kaufhaus und an anderen Stellen in der Stadt dauern die Ermittlungen der Kripo gegen zwei junge Schleswiger an.

von
erstellt am 31.Okt.2013 | 07:45 Uhr

Die Löscharbeiten am Hertie-Kaufhaus waren am Dienstagvormittag noch im vollen Gange, da hatte die Polizei schon zwei verdächtige Jugendliche mit auf die Wache genommen. Beide kommen aus Schleswig. Es dauerte ein paar Stunden, dann legte einer von ihnen ein Teilgeständnis ab. Wie schnell die Beamten eine heiße Spur hatten, das verrieten sie erst gestern Nachmittag – am Tag zwei nach der Serie von nächtlichen Bränden, die sich vom Kleinen Baumhofsgang am Holmer Noor bis zum Hertie-Kaufhaus an der Moltkestraße gezogen hatte.

Die Erfolgsmeldung dürfte viele Schleswiger beruhigen. Die Bilder von den ausgebrannten Volkswagen auf dem Parkplatz der Nord-Ostsee-Sparkasse ließen Befürchtungen aufkommen, die Täter könnten in den kommenden Nächten noch mehr Autos anzünden.

Bei der Polizei waren gestern und vorgestern zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Längst nicht alle führten zum Ziel. Wie die Beamten den mutmaßlichen Tätern auf die Spur kam, das beschrieb Polizeisprecher Matthias Glamann in allgemeinen Worten: „Wenn die Beamten alarmiert werden, dann halten sie schon auf dem Weg zum Tatort die Augen offen.“ So wurden sie offenbar auf die beiden jungen Männer aufmerksam, die sich im Morgengrauen ganz in der Nähe des Hertie-Gebäudes aufhielten.

Nur der Ältere von ihnen gab zu, das Feuer gelegt zu haben, allerdings nur bei Hertie. Zu den acht abgefackelten Autos und zu den Mülltonnen am Schlei-Center sagte er nichts. Der 17-Jährige machte überhaupt keine Angaben. Allerdings stehen den beiden noch weitere Vernehmungen bevor. Nach dem Verhör auf der Polizeiwache konnten sie nach Hause gehen. Für freiheitsentziehende Maßnahmen habe die Staatsanwaltschaft keine Grundlage gesehen, sagte Glamann. Vor der Untersuchungshaft stehen im Jugendstrafrecht hohe Hürden.

Bei den weiteren Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft wird es nun auch darum gehen, ob ein Zusammenhang besteht zwischen der Serie von Dienstag und einer Reihe von Bränden vor gut vier Wochen. Auch damals war ein Feuer im Hertie-Gebäude ausgebrochen, das die Feuerwehr jedoch relativ schnell in den Griff bekam. Außerdem hatten Unbekannte Anfang September mehrere Müllbehälter im Stadtnorden angezündet, unter anderem an der Schule Nord und auf dem Michaelis-Friedhof.

 

 

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