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Schloss Gottorf : 14.500 Besucher auf dem Landmarkt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der 18. Landmarkt auf der Gottorfer Schlossinsel hat am Sonntag wieder eine Mischung aus Natur und Kultur geboten.

von
erstellt am 22.Mai.2017 | 11:49 Uhr

Moses, der Galloway-Ochse, muss gespürt haben, dass er es mit einem Mann vom Fach zu tun hat. Denn als Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gestern beim Gottorfer Landmarkt zu ihm ins Gehege steigt und ihn sanft krault, strahlt das Zotteltier von Bunde Wischen echte Wohligkeit aus. Totale Tiefen-Entspanntheit eben, trotz Blitzlichtgewitters der Fotografen und der vielen Zuschauer ringsum.

Bereits eine Stunde vor Eröffnung des Festivals strömten gestern Vormittag die Besucher aus allen Richtungen herbei und bevölkerten schnell die Schlossinsel. Mehr als 14  500 Gäste aus ganz Schleswig-Holstein sowie über die Landesgrenzen hinaus waren zum größten deutschen Ökomarkt mit 150 Anbietern gekommen. Darunter viele Familien mit Kindern, teilweise sogar mit Familienhund. „Was uns sehr freut, ist, dass viele Kinder und Jugendliche dabei waren und sich für unser Angebot interessieren“, erklärte Guido Wendt, kaufmännischer Geschäftsführer der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen gegenüber den SN. Zwar habe die Zielmarke für die Besucherzahl etwas höher gelegen, aber „wir sind mit dem Ergebnis total zufrieden und können nun die Veranstaltung kostendeckend abschließen“.

Der Landmarkt war wiederum mit dem Internationalen Museumstag verbunden, so dass die Angebotspalette die Themen Bio-Ware und -Produktion, umweltfreundliche Technik, kulinarische Genüsse sowie Ausstellungen in den Landesmuseen umfasste. Das vielseitige Programmangebot sei bei den Besuchern sehr gut angekommen, sagte Wendt, und zwar gleichermaßen auf dem Landmarkt wie auch in dem Museum selbst. Auch die Mitmach-Aktionen für Kinder auf der großen Rasenfläche vor Gottorf boten ein buntes Bild der Lebensfreude. Somit vereinte dieser 18. Gottorfer Landmarkt alle Komponenten auf sich, die eine solche Veranstaltung zum Erfolg machen: Ideales Wetter, das offensichtlich Menschen und Tiere in beste Mai-Laune versetzen konnte, und natürlich die Mischung aus Ökologie, leckerem Essen, den Tierdarbietungen sowie Kunst- und Kulturausstellungen.

An allen Ständen waren Besucher anzutreffen, die sich informierten (beispielsweise über den Fortschritt von Elektromobilität oder auch über ökologische Bauweisen), es wurden Backwaren und Öko-Produkte ausprobiert, viele hatten sich dazu an den langen Tischen niedergelassen.

Landwirtschafts- und Energieminister Robert Habeck, zugleich Schirmherr der Veranstaltung, zeigte bei seinem Rundgang über den Markt fast Menschenfänger-Qualitäten. Gleich mehrfach wurde der Grünen-Star von Besuchern auf die politische Situation bei den Kieler Koalitionsverhandlungen angesprochen, auch um Autogrammkarten wurde er hier und da gebeten. Unter den Besuchern zeigten sich Lilian Matthes mit ihren Kindern Leonard und Marlene angetan vom Flair des Ökomarktes. „Wir sind gerade nach Schleswig gezogen, und so etwas haben wir noch nirgends erlebt“, sagte sie.

Auch die eher ruhigen Ecken auf dem Landmarkt stießen auf Interesse – besonders der Informationsstand für Seeadler. Von dort aus konnte man durch das Fernrohr das Nest des brütenden Seeadler-Paares auf einem Baum in Augenschein nehmen. Ihre zwei Adlerküken sind gerade mal 53 Tage alt.

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