zur Navigation springen

Ölwehrübung : 120 Einsatzkräfte retten die Birk

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Helfer aus dem ganzen Kreisgebiet übten mit 30 Fahrzeugen am Strand von Falshöft, wie man einen Ölteppich bekämpft. Trotz mancher Kommunikationsprobleme war das Fazit am Ende positiv.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2013 | 07:45 Uhr

Die Lage erforderte eine schnelle Reaktion. Vor der Küste Ostangelns war auf einer Fähre ein Feuer ausgebrochen. Öl und Fette, die im Wasser verklumpten, trieben auf die Küste zu und drohten, weite Strandabschnitte zu verunreinigen. So gestaltete sich das Szenario einer großen Ölwehrübung unter Leitung des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz.

Unweit des Leuchtturms Falshöft stand für die Einsatzkräfte die Aufgabe im Vordergrund, bereits verunreinigte Strandbereiche zu reinigen und ein Ausbreiten der Verschmutzung bis an das Naturschutzgebiet Geltinger Birk zu verhindern. Dazu wurde mit mehreren Booten eine schwimmende Ölsperre ausgebracht. Weiter ging es darum, sichere Führungsstrukturen aufzubauen und für eine gute Logistik zu sorgen. Am Ende mussten die Schutzkleidung der Einsatzkräfte, die unmittelbar am Schadensort aktiv waren, und die Fahrzeuge dekontaminiert, also entgiftet und gereinigt werden.

An der Übung am Sonnabendvormittag beteiligten sich rund 120 Einsatzkräfte mit etwa 30 Fahrzeugen von den Freiwilligen Feuerwehren Glücksburg, Olpenitz, Fahrdorf und Pommerby-Nieby sowie der Gefahrgut-Löschzug des Kreises aus Schleswig. Auch die Ortsverbände Husum und Flensburg des THW, das Rote Kreuz sowie die DLRG nahmen teil.

Bei der abschließenden Manöverkritik zeigte sich Übungsleiter Andreas Eckert vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz sehr zufrieden. Zwar habe sich an einigen Stellen noch Verbesserungs-Potenzial offenbart. Dies betreffe angesichts der Fülle der eingesetzten Fahrzeuge die Organisation im Bereitstellungsraum und die Kommunikation. Bei letzterer handele es sich angesichts der vielen Beteiligten um ein bekanntes Problem, dem nur mit häufigem Üben beizukommen sei. Einen größeren Erfolg verspreche zudem eine größere Ölsperre mit besserer Verankerung.

Eckerts abschließendes Fazit war positiv: „Gute Vorbereitung, gute Durchführung, voller Übungserfolg!“ Allen Beteiligten gebühre Dank für ihr hohes Engagement.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen