Kropp : 100000 Euro für krebskranke Kinder

Die 100  000-Euro-Marke ist geschafft: Bernd Kruse (2.v.li) freut sich mit den Mitgliedern des Drehorgelorchesters (v.l.) Gerd-Uwe Kohn, Jürgen Podulski, Jens Lausen, Rainer Alings und Stefan Laffin.
Die 100 000-Euro-Marke ist geschafft: Bernd Kruse (2.v.li) freut sich mit den Mitgliedern des Drehorgelorchesters (v.l.) Gerd-Uwe Kohn, Jürgen Podulski, Jens Lausen, Rainer Alings und Stefan Laffin.

Das Kropper Drehorgelorchester sammelt seit 1999 Spenden auf Wochenmärkten und Volksfesten. Jetzt hat es die 100 000-Euro-Marke durchbrochen.

shz.de von
15. Mai 2018, 07:00 Uhr

Am 25. Januar 1999 überreichte Jens Lausen die erste Spende – 255 Mark und 67 Pfennig. Seither ist er unermüdlich unterwegs, um Geld für krebskranke Kinder und Jugendliche zu sammeln. Alleine oder mit seinem Drehorgelorchester spielt er in Fußgängerzonen, auf Wochenmärkten, bei Volksfesten.

Jetzt haben die Drehorgelspieler die 100 000-Euro-Marke geknackt. „Wir haben genau 100  540 Euro erspielt“, freute sich Jens Lausen. Jedes Jahr hat er bis jetzt einen Spendenscheck an den Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche in Kiel überreicht. Auch dieses Mal war der 1. Vorsitzende Bernd Kruse nach Kropp gekommen, um 2720 Euro in Empfang zu nehmen.

Zu Feier des Tages gab das Drehorgelorchester, zu dem auch Gerd-Uwe Kohn, Stefan Laffin und Jürgen Podulski sowie als Neuzugang Rainer Alings gehören, viele Geschichten rund um die Drehorgeln zum Besten. „Wer als Drehorgelspieler reich werden will, hat aber verloren“, sagte Jens Lausen. Er und seine Kollegen sind mit sehr viel Herzblut bei der Sache, und das merkt ihnen auch an. Viel Spaß haben sie auch, wenn sie in den unterschiedlichen Outfits oder historischen Kostümen auftreten – mit Gehrock oder Frack, im Mozart- oder Piratenkostüm, als Cowboy oder Marine-Offiziere, im Fasching als Clowns und im Sommer im Hawaii-Look. „Wir wollen auffallen, die Menschen erfreuen und natürlich möglichst viel Geld sammeln“, so Lausen.

Das Drehorgelorchester hat rund 400 Lieder im Repertoire. „Aber Volkslieder sind der Renner – egal, wo wir spielen. Da singen die Leute dann gerne mit“, erklärte Jens Lausen. Gerd-Uwe Kohn und Jürgen Podulski erholen sich gerade von längerer Krankheit und werden von den Stammkunden sehr vermisst.

Neben den Auftritten in Schleswig-Holstein fährt Jens Lausen seit sieben Jahren immer am 3. Oktober zum Salzsiederfest nach Soltau. Er und seine Mitstreiter hoffen, dass sie den Förderverein für krebskranke Kinder und Jugendliche noch lange unterstützen können. Der Verein wurde 1985 gegründet und bemüht sich seitdem darum, die Situation der Erkrankten und ihrer Familien zu verbessern. Die Mitglieder helfen bei Anträgen für Kuren oder Pflegegeld, es gibt finanzielle Unterstützung und psychosoziale Betreuung.

Im Jahr 2002 wurde das „Elternhaus“ eingeweiht. Dort können Mütter und Väter während der Behandlung ihrer Kinder in unmittelbarer Nähe der Uni-Kinderklinik in Kiel wohnen.

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