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Schleswiger Nachrichten

18. Dezember 2017 | 12:03 Uhr

Kropp : 1000 Euro für Schulhofprojekt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Geestlandschule belegt den dritten Platz bei dem Wettbewerb Goldene Göre des Deutschen Kinderhilfswerks. Gestern ging es für Lehrer und Schüler zur Preisverleihung in den Europapark in Rust.

Das Schulhofprojekt der Geestlandschule Kropp hat den dritten Platz beim Wettbewerb Goldenen Göre des Deutschen Kinderhilfswerks belegt und kann sich damit über ein Preisgeld von 1000 Euro freuen. Mit der Goldenen Göre werden Projekte ausgezeichnet, die Kinder und Jugendliche beispielhaft an der Gestaltung ihrer Lebenswelt beteiligen. Der Preis wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und wurde gestern im Europa-Park in Rust verliehen.

Beim Schulhofprojekt der Geestlandschule Kropp setzen sich seit 2007 Schüler gemeinsam für die schrittweise Verwirklichung ihres Traumschulhofs ein, der sich zu einem Lebensraum mit Dorfplatzcharakter entwickelt. In Zusammenarbeit mit einem Landschaftsarchitekten planten die Schüler vier Bauabschnitte. Die Schülerinnen und Schüler sammeln bei Flohmärkten, Spendenläufen oder beim Kuchenverkauf Geld für ihr Projekt. Das Schulhofprojekt bietet den Schülern die Möglichkeit, den eigenen Schulhof und somit einen wichtigen Lebensmittelpunkt zu gestalten, sie erhalten Anerkennung für ihre Leistung und darüber hinaus Einblicke in die Kommunalpolitik und die Projektfinanzierung.

„In die Schule müssen wir alle und darum ist es so wichtig, dass gerade dort Beteiligung funktioniert. In der Gemeinde Kropp hat das besonders gut geklappt. Die Schülerinnen und Schüler haben sich mit so großem Einsatz an der Gestaltung ihrer Schule beteiligt, dass sie sich nun auch viel besser mit diesem Ort identifizieren können. Wir glauben, dass Schule und Lernen dann auch mehr Spaß macht“, betonte Tim Bauer, Mitglied der Kinderjury der Goldenen Göre. Und Silas, 15 Jahre, Schüler an der Geestlandschule, hatte bereits im Vorfeld der Preisverleihung spekuliert, in was das mögliche Preisgeld investiert werden könnte. „Falls wir wirklich etwas gewinnen, können wir damit einen Grillplatz einrichten, die Hochbeete für unsere Grundschüler bauen, einen Brunnen schlagen oder einen Backofen bauen. Das wird dann auch noch mal spannend“, sagte er.

„Es hat wirklich lange gedauert, bis die Jury aus den sechs Finalisten schließlich einen Sieger gewählt hatte“, sagte Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Jedes Projekt ist ganz besonders und engagiert sich vorbildlich und mit großer Ausdauer für sein Ziel“. Mit der Ehrung möchte das Deutsche Kinderhilfswerk die Leistungen und Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen würdigen und ihnen die Öffentlichkeit geben, „die sie für ihr Engagement verdienen“, sagte Krüger.

Mit 10 000 Euro ist die Goldene Göre der höchstdotierte Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland. Sie wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen. Gewinner der Goldenen Göre und damit von 5000 Euro ist das Projekt „Mädchenjahreskalender“ der Freien Waldschule in Berlin-Pankow, den zweiten Platz (3000 Euro Preisgeld) belegte das Projekt „Stadtrallye mal anders – Kinder mit Behinderung diskutieren mit dem Bürgermeister über die Stadt“ des Kinderbüros Karlsruhe. Der mit 1000 Euro dotierte Leserpreis ging an das Projekt „Live-Radio in der Grundschule“ der Offenen Ganztagsgrundschule Heiligenhaus in Overath. Auch wenn nicht alle Projekte gewonnen haben: Verlierer gibt es keine, alle nominierten Projekte wurden zu dem Aufenthalt im Rahmen der Goldenen Göre vom Europa-Park eingeladen. Die Preisträger wurden durch den Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes als Kinderjury ermittelt. Für die Goldene Göre 2014 waren Projekte aus Bad Bentheim, Berlin, Karlsruhe, Kropp, Neuwied und Overath nominiert.

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