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Gelebte Städtepartnerschaft : 100 Schleswiger Bilder gehen auf Reise

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Zwölf Künstler präsentieren in der französischen Partnerschaft Mantes-la-Jolie ihre Werke.

von
erstellt am 25.Aug.2015 | 07:51 Uhr

Das nennt man wohl gelebte Städte-Freundschaft. Am 11. September werden in Schleswigs französischer Partnerstadt Mantes-la-Jolie gleich zwei Ausstellungen eröffnet – mit Exponaten von zwölf Schleswiger Künstlern. „Als 1958 die Partnerschaft zwischen den beiden Städten begründet wurde, war es das Ziel, dass insbesondere die Vereine und Verbände dieses Konstrukt mit Leben füllen. Das hat bislang immer gut geklappt. Dies ist nun ein weitere Beitrag, um diese Freundschaft weiter am Leben zu halten“, sagt Reiner Raup.

Der Leiter des Ordnungsamtes ist Ideengeber der Aktion und sitzt nun auch selbst am Steuer des Transporters, der die über 100 Bilder seit heute Nacht Richtung Frankreich transportiert. Während der Fahrt wechselt sich Raup mit seinem Mitarbeiter Henning Gosch mit dem Fahren ab. Im Schlepptau haben die beiden aber noch weitere Unterstützer. Denn mit Karin Palisaar, Susanne Pertiet, Heide Scheibel, Beate Schuppan-Kaack und Claus Vahle machen sich fünf der Künstler selbst auch auf den Weg nach Mantes-la-Jolie. Sie alle sind, wie auch die anderen Ausstellungs-Teilnehmer (Dietrich Bieber, Christine Erasmi-Hoffmann, Margot Hauck, Jutta Kulcke, Doris Petersen, Anke Schröder-Schmidt und Hannelore Utermann), Mitglieder der Gruppe „Schleswiger offene Ateliers“.

Bislang, erzählt Doris Petersen, habe man bereits häufiger in Schleswigs dänischer Partnerstadt Vejle gemeinsam ausgestellt. Die Präsentation ihrer Werke in Frankreich sei nun aber eine Premiere. Letztmalig habe es in den 80er Jahren unter Federführung des Schleswiger Kunstvereins eine ähnliche Aktion gegeben. In der „Chapelle Saint-Jacques“, einer ehemaligen Kirche, die inzwischen zu einer Kunstausstellungs-Halle umgebaut wurde, zeigen die Schleswiger rund 40 Bilder zum Thema „der, die oder das Fremde“. „Das passt natürlich sehr gut in diese Zeit“, sagt Petersen mit Blick auf die vielen Tausend Flüchtlinge, die seit Monaten in Europa landen.

Auch Claus Vahle beteiligt sich mit einem Bild an der Gemeinschafts-Ausstellung. Gleichzeitig zeigt er aber auch 68 weitere Exponate in einer eigenen Schau. Unter dem Titel „Fundstücke und Zitate“ präsentiert der Maler gesammelte Werke im „Musée de l’Hotel-Dieu“, dem direkt neben der Kathedrale gelegenen Stadtmuseum von Mantes-la-Jolie. „Darunter sind viele aktuelle Bilder, einige sogar mit Frankreich-Bezug. Es sind aber auch ältere Arbeiten dabei. Zwei stammen aus dem Jahr 1967“, sagt Vahle, der nach 2011 nun zum zweiten Mal in Schleswigs Partnerstadt ausstellt.

Damals hatte Rainer Raup die Bilder noch privat mit seinem Wohnmobil nach Frankreich transportiert. Diesmal jedoch musste ein größerer Transporter gemietet werden (mit Unterstützung des Autohauses Jordt). „Die ganze Geschichte ist jetzt aber deutlich größer als damals“, sagt Raup, der auch den symbolischen Charakter der Ausstellungen betont. Um diesen wiederum auch für die „französischen Freunde“ zu untermauern, werden zur offiziellen Eröffnung auch Bürgermeister Arthur Christiansen und Annelen Weiß als Präsidentin des Kuratoriums für Städtefreundschaft mit nach Frankreich reisen.

 

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