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Schleswiger Nachrichten

20. August 2017 | 10:19 Uhr

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Mehr Politikkultur



Zum Artikel „Erste Bürgermeisterin für Glücksburg“ vom 7. Oktober

Als Neubürgerin in Glücksburg fand ich erste Eindrücke von kommunalpolitischem Gebaren – vorsichtig ausgedrückt – erschreckend. Was langjährig eingefahrene, verhärtete Strukturen zur Folge haben, zeigt sich in den zitierten Äußerungen, „Alles andere als ein klarer CDU-Sieg wäre in Glücksburg überraschend gewesen.“ (Björn Goos), und „weil hier auch ein Besenstiel gewählt würde, wenn ihn die CDU unterstützte.“ (SPD-Ortsvereinsvorsitzender Michael Schulz).

Sehr geehrter Herr Schulz, ich möchte Ihren Vorstellungshorizont etwas erweitern mit dem Beispiel meines Wahlverhaltens. Ich sehe mich im linken politischen Spektrum zu Hause und war nicht gerade begeistert, dass die von mir favorisierte Kandidatin, ziemlich spät, von der CDU offizielle Unterstützung erhielt. Genau so ging es auch anderen WahlbürgerInnen, die in einer Wahlveranstaltung ihr Unverständnis darüber äußerten. Der von der SPD, allerdings nicht offiziell, unterstützte Kandidat hat übrigens auch Wählerstimmen aus dem CDU-Spektrum erhalten. Das also gibt’s bei einer Bürgermeister-, also Persönlichkeitswahl. Und das ist völlig in Ordnung!

Vor „Besenstielen“ allerdings sei gewarnt! Die tanzen zuweilen denjenigen, die sie zur Unzeit aus dem Sack zu holen belieben, selbst auf dem Buckel herum! An alle politischen Akteure sei der Wunsch gerichtet: Machen Sie mit bei der Wiederbelebung der politischen Kultur in Glücksburg!

Fettnäpfchen



Soso Herr Schulz, 1327 Glücksburger Bürger sind so debil, dass sie auch einen Besenstiel wählen würden, wenn er denn von der CDU gehalten wird.
Dies ist eine untragbare Äußerung Ihrerseits gegenüber den Bürgern, wie auch Frau Franke. Sie reihen sich nahtlos in die Reihe der SPD-Politiker ein, die ins Fettnäpfchen treten. Wenn Sie Rückgrat hätten, würden Sie genauso wie Günter Sommer von ihren Posten zurücktreten.

Ich denke Herr Goos hat sich selbst geschadet, weil er sich nicht den ca. 500 Bürgern (die ihre Zeit in der Rudehalle bei der Kandidatenrunde quasi verplempert haben) gestellt hat.
Ich wünsche Frau Franke viel Erfolg bei ihrer Tätigkeit.

PS.: Ich bin mit keiner Partei verbandelt, sondern entscheide mich nach Fakten, wen ich wähle.


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von
erstellt am 12.Okt.2013 | 00:31 Uhr

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