Musik am Noor in Arnis : „Zwei Tage voller Freude“

Eine der vielen Bands, die das Publikum mitriss: die Backscratchers beim Festival „Musik am Noor“.
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Eine der vielen Bands, die das Publikum mitriss: die Backscratchers beim Festival „Musik am Noor“.

Festival „Musik am Noor“ erneut ein großer Publikumserfolg. Zwölf Bands und stimmungsvolle Atmosphäre in der Werfthalle.

shz.de von
14. August 2017, 06:05 Uhr

Arnis | Wer geglaubt hatte, dass am Sonnabend nur einige Missmutige in gelben Öljacken beim Festival „Musik am Noor“ in Arnis vorbeischauen, wurde eines Besseren belehrt. Gut gelaunte Menschen tummelten sich in und vor der Werfthalle auf den Holzbänken oder flanierten auf dem Bootssteg, der eigens für diesen Anlass so ausgebaut war, dass man, vorbei an den schönsten Segelbooten und Jachten, die alle ihre Masten mit bunten Wimpeln geschmückt haben, bis an das andere Ufer wandeln konnte. Lange Schlangen vor den Grillständen und die Halle war bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz gefüllt. Mit Wein, Bier und Bratwurst ausgerüstet, wurde geschnackt und zur – zunächst noch ruhigeren Musik – im Takt gewippt.

Mitten im Geschehen: Finanzministerin Monika Heinold mit Freunden. Mit dem Boot sei sie gekommen – und nein, sie sei nicht aus Wahlkampfgründen hier, sondern sie mache Urlaub. Zudem sei es nicht das erste Mal, dass sie zu dem Musikfestival nach Arnis komme. „Das ist eine tolle Veranstaltung und eine Bereicherung für die Menschen aus der Region und für die Touristen ebenso“, sagte sie und widmete sich wieder der Musik und ihrem Urlaub.

Recht hat sie, aber wie immer funktionieren solche Veranstaltungen nur, wenn es Menschen gibt, die mit unermüdlichem Einsatz dafür sorgen, dass solche wunderbaren Feste reibungslos ablaufen können. Quasi durchgearbeitet hätten sie für diese Veranstaltung, erzählt Jan-Willem Paulsen. Mit „Marching Jazz“ auf dem Schiff seien sie durch den Kappelner Hafen gefahren und hätten nocheinmal für „Musik am Noor“ geworben.

Bürgermeister Bernd Kugler äußerte sich sehr zufrieden über das musikalische Fest. Zur Eröffnung hatt er für sein Trompetensolo „Wonderful World“ von Satchmo gewählt. „Zwei Tage Freude in einer nicht immer ganz so wundervollen Welt“, befand er. „Wenn die Sponsoren nicht abspringen, soll Musik am Noor immer weitergehen“, wünschte er sich.

Mit Einbruch der Dunkelheit wurden Feuerkörbe aufgestellt und Schiffe und Schlei atemberaubend schön illuminiert. Passend dazu wurde es draußen milder, die Stimmung unter den Gästen entspannt und ausgelassen. Als dann die „Backscratchers“ die Bühne betraten, gab es kein Halten mehr. Es wurde getanzt, Luftgitarre gespielt und mitgejohlt, während durch den offenen Eingang der Halle die beleuchteten Masten der Schiffe zu sehen waren. Stimmungsvoller ging es nicht mehr.

Bis ein Uhr nachts dauerte das Festival an und so lange blieb auch der Großteil der Gäste. Das Schöne sei, so einer der Besucher des Festivals, dass es den Menschen ermöglicht würde, ohne teuren Eintritt und Konsumzwang an so einem tollen Abend teilzunehmen. Dafür könne man sich nur bei allen Verantwortlichen bedanken.




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