zur Navigation springen
Schlei-Bote

14. Dezember 2017 | 20:41 Uhr

Zwei Naturfreunde packen mit an

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Antonia Porz (19) und Aron Garthen (18) arbeiten ein Jahr lang als Freiwillige für den Nabu auf der Geltinger Birk

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 00:33 Uhr

18 waren schon da. Sie sind Nummer 19 und 20, die in der seit zehn Jahren bestehenden Integrierten Station Geltinger Birk in Falshöft ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren: Antonia Porz (19) aus der Nähe von Mainz in Rheinland-Pfalz und Aron Garthen (18) aus Dassel in Niedersachsen. Längst ist die Station zu einer guten Adresse für FÖJ-ler geworden, und so hatten sich beide ganz gezielt für diese Einrichtung beworben – mit Erfolg. Darüber sind die beiden, denen die Natur am Herzen liegt, froh. Sie fühlen sich in Falshöft wohl und sind längst in das Geschehen eingetaucht.

Ob Bau von Weidezäunen oder einer Aussichtsplattform im Rahmen eines internationalen Workcamps im Naturschutzgebiet Oehe-Schleimünde, ob Betreuung der Ausstellung in der Station oder Einsetzen von Eisvogel-Nistkästen im Lehmboden – sie helfen, wo sie können. Antonia Porz, die seit März ihr Abitur in der Tasche hat, überbrückte die Zeit bis zum Beginn ihres ökologischen Jahres in Dänemark. Gegen Kost und Logis war sie bereits für „World Wide Opportunities on Organic Farms“ auf einem Öko-Bauernhof tätig. Da sie Meeresbiologie studieren will, wollte sie als FÖJ-lerin unbedingt ans Meer. „Besser, als ich es in Falshöft habe, hätte ich es mir nicht vorstellen können“, sagt sie.

So sieht es auch ihr FÖJ-Kollege Aron Garthen. Er hat mit seinen Eltern im Norden häufig Urlaub gemacht und absolvierte in der Station im Herbst vergangenen Jahres bereits ein Praktikum. Da hat er in die Natur-Arbeit hineingeschnuppert, und das sagte ihm zu. Was seine Zukunft betrifft, will auch er studieren – irgendwas mit Biologie und Natur, sagt er.

Übrigens: Aron hat einen Zwillingsbruder namens Phil. Auch der hat ein Faible für die Natur, hat parallel seinen FÖJ-Dienst beim Verein Jordsand im von Falshöft zehn Kilometer entfernten Schutzgebiet Oehe-Schleimünde angetreten. Die eineiigen Zwillinge verstehen sich bestens, haben gleiche Interessen, und dazu gehört die Musik. Die Brüder Garthen haben unlängst beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Erlangen als Duo den dritten Preis gewonnen, mit klassischer und moderner Gitarrenmusik. Deshalb hatte die Vorsitzende des Fördervereins der Integrierten Station Geltinger Birk, Renate Mielenz, gleich einen Wunsch, den Aron Garthen mit seinem Bruder erfüllen will: Die beiden werden zu gegebener Zeit ein Gitarren-Konzert geben.

Bis dahin jedoch steht für die beiden Falshöfter FÖJ-ler fest, dass sie genauso wie ihre Vorgänger mit dem Natur- und Waldkindergarten Geltinger Birk in unmittelbarer Nachbarschaft der Station zusammenarbeiten werden, auch wollen sie sich in die Umwelt-AG der Geltinger Georg-Asmussen-Schule einklinken – neben all ihren Aufgaben im Naturschutzgebiet Geltinger Birk vor der Stations-Haustür und zudem in jenen Bereichen, die noch von Falshöft aus betreut werden.

Aron Garthen und Antonia Porz sind über das Nordelbische Jugendpfarramt auf dem Koppelsberg dem Nabu Ostangeln für ein Jahr lang zugeteilt worden. An den Kosten beteiligen sich besagter Förderverein und auch der Wildpferdeverein. Erklärtes Ziel von Mielenz ist es, für 2014 nicht wie bislang zwei FÖJ-ler pro Jahr zu bekommen, sondern drei, weil so viel zu tun sei. Dann wird der Förderverein, der dann drei Jahre besteht, als offizieller Antragsteller auf dem Koppelsberg vorstellig werden – mit Erfolg, wie die Vorsitzende hofft.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen