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Green Screen : Zuschauer fiebern bei Naturfilmen mit

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

„Green Screen“ stellte gestern in Kappeln die drei für den sh:z-Publikumspreis nominierten Beiträge im vollbesetzen Kino vor.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2014 | 07:30 Uhr

Ouvertüre in den Kappelner „Capitol-Lichtspielen“. Noch bevor das eigentliche achte internationale Naturfilmfestival „Greeen Screen“ in Eckernförde gestartet ist, steht schon eine wichtige Entscheidung an: Die Verleihung des sh:z-Publikumspreises. Als zwölfte Station der 15 Standorte des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh:z) zeigte der Schlei Bote gestern die drei für den diesjährigen Pubikumspreis nominierten Filme.

Und dieser Preis hat eine erstaunliche Geschichte hinter sich, wie der Mitorganisator des Festivals Michael Packschies den rund 100 Zuschauern berichtete. „Eigentlich ist der Preis aus der Not geboren, weil immer ein Film übrig war, der eine Auszeichnung verdient hätte“, so Packschies. Mittlerweile sei dieser Preis bei den Filmemachern am meisten geschätzt. „Denn hier fällt keine Fachjury das Urteil, hier entscheidet vielmehr eine Gruppe, für die der Film eigentlich gemacht ist, nämlich das Publikum.“ Schließlich sollten die Zuschauer nach Ende der Vorführung auf der Stimmkarte ihren Favoriten ankreuzen.

Die drei für den diesjähriges Publikumspreis nominierten Filme waren sehr unterschiedlich. Da gab es das „Wilde Baltikum“, das eine Rettungsinsel für fast schon ausgestorbene Arten ist. Ein Film, bei der keine spezielle Art, sondern ein ganzer Landstreifen im Fokus der Aufnahmen steht. Der zweite Streifen drehte sich um die Haselmaus, die – weil sie sechs bis sieben Monate schläft – im ständigen Wettlauf mit der Zeit ist und daher hellwach ihren Alltag organisieren muss. Hier gab es Nahaufnahmen vom Nest und auch nächtliche Filmsequenzen. Im dritten Beitrag spielte dann der bedrohte Spatz die Hauptrolle. Die anpassungsfähigen Kurzstreckenflieger machen die Stadt zum Bestandteil ihrer Natur, sei es nun in Kairo, Moskau, New York oder Paris.

Am Ende waren die Besucher durchweg angetan von der fast drei Stunden langen Veranstaltung. „Die Filme waren sehr schön anzusehen. Besonders gut hat mir die Kameraführung gefallen, aber auch, dass andere Länder zu sehen waren“, sagte beispielsweise Susanne Kreische. Und die Geltingerin fand es auch schön, dass die Veranstaltung auf so großes Interesse stieß und das Kino bis auf den letzten Platz gefüllt war. Nach ihrem Favoriten befragt, antwortete Kreische: „Der Planet der Spatzen. Der Film hat mir das Herz geöffnet für das Tier, das es doch sehr schwer hat.“ Auch der Kappelner Gerhard Albrecht freute sich, drei Filme am Stück zu sehen. „Am besten fand ich den Film mit der Haselmaus auf dem Golfplatz. Besonders die Symbiose von Mensch und Tier hat mir hier sehr gut gefallen“, so Gerhard Albrecht. Annegret Mohr aus Kappeln fand alle Filme gut, doch auch bei lag am Ende die Haselmaus vorne. „Die mühseelige Kleinarbeit, die dieses Tier zu erledigen hat, fand ich faszinierend.“

Susanne Doering und Ilona Foth aus Kappeln nannten die Veranstaltung fantastisch. „Jeder Film für sich war gut“, so Susanne Doering. Für Ilona Foth war die Haselmaus der emotionale Sieger wegen ihrer schwierigen Lebensumstände. Auch für Susanne Doering hatte der Streifen mit der Haselmaus die Nase vor. Ihre Begründung: „Die Umgebung war hier sehr eng, daraus dann einen spannenden Film zu machen, ist besonders schwierig.“

Für Karin Petersen war „Wildes Balikum“ der beste Beitrag, „weil er so besonders vielfältig war“. Artöm Drojjin fand die Haselmaus am besten. „Ich wusste gar nicht, dass die schwimmen kann“, sagte der Achtjährige, der gerne Naturfilme sieht.

Zum Abschluss der Vorstellung klatschten die Besucher lautstark Beifall. Mitorganisator Michael Packschies: „Jedes Publlikum ist anders. Manche Zuschauer klatschen nach jedem Film, andere am Ende der Veranstaltung.“ Hier in Kappeln sei der Applaus sehr intensiv gewesen. Das bestätigte auch seine Frau Heidi Packschies, die ebenfalls das Naturfimfestival mitgestaltet. „Das Publikum ist hier sehr gut mitgegangen, das habe ich an den Reaktionen meiner Nachbarin gesehen, die hat ganz aufgeregt fast jede Szene kommentiert.“ Dass junge wie ältere im Kino zu finden waren, ist laut Heidi Packschies typisch für diese Veranstaltung. „Die Filme sprechen alle an.“



>Der Gewinner des Publikumspreises des achten Green-Screen-Festivals in Eckernförde wird demnächst im Schlei Boten bekannt gegeben. Ebenso die Auszählung der Stimmen in Kappeln.

 

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