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Saisonverlängerung : Zum Schwimmen nach Süderbrarup

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Umbauten in der Süderbraruper Einrichtung sollen zur Saisonverlängerung beitragen. Und Kappelns Schüler könnten davon profitieren.

Die Uhr tickt: Wenn sich zum Jahresende die Türen der Ellenberger Schwimmhalle schließen, wird eine Zeit anbrechen, in der Kappeln ohne Bad dasteht. So viel ist sicher. Der Widerstand gegen den negativen Ausblick, der eben diesen Umstand zum Dauerzustand deklariert, ist derweil ungebrochen. Nicht nur, dass die Online-Petition „Deine Stimme für den Bau einer Schwimmhalle in der Stadt Kappeln“ mittlerweile 1558 Unterstützer (Stand: gestern 18 Uhr) zählt. Auch Bürgermeister Heiko Traulsen hat das Thema noch nicht endgültig abgehakt, um wenigstens Kappelns Schulkindern den Schwimmunterricht weiter zu ermöglichen. Jetzt liegt eine neue Möglichkeit auf dem Tisch, die im Idealfall sogar gleich zwei Kommunen zugute kommen könnte.

Zunächst allerdings holte sich Traulsen eine Abfuhr aus dem Kieler Wirtschaftsministerium ab. Der Bürgermeister war dort mit der Idee vorstellig geworden, ein Freibad zu errichten, das mit erneuerbaren Energien gespeist wird. Für diese Art eines Schwimmbades erhoffte er sich Chancen auf Fördermittel – und wurde enttäuscht. „Das Land hat sich von allen Förderprogrammen für ein Lehrschwimmbecken verabschiedet“, fasste Traulsen hinterher zusammen. „Es wird sich also auch für Kappeln nicht mehr engagieren.“ Die Konsequenz: Wer tatsächlich ein Lehrschwimmbecken möchte, muss selber tätig werden und kann sich Hilfe von außen endgültig abschminken.

Nun steht in Süderbrarup in knapp 15 Kilometern Entfernung ein Freibad. Und für dieses haben Heiko Traulsen und sein Süderbraruper Pendant Friedrich Bennetreu eigene Pläne entwickelt. Traulsen: „Unser Ziel ist es, die Nutzungszeiten des Freibades zu verlängern.“ Bennetreu wird noch konkreter: Im Idealfall beginnt die Saison dann nicht im Mai sondern vielleicht schon Mitte März und endet nicht im September sondern erst im Oktober. Gewährleisten sollen das bauliche Veränderungen am Freibad, also etwa eine Überdachung oder eine Einfassung mit einer Leichtbauhalle. Auf diese Weise sollen zumindest die Schüler zu ihrem Recht kommen und das Bad länger nutzen können.

Bereits jetzt bestehen Absprachen zwischen der Gemeinde und der Kappelner Klaus-Harms-Schule. Bennetreu berichtet von einer Regelung mit dem Gymnasium, als dieses gebeten habe, seine Schüler nach Süderbrarup zum Schwimmunterricht zu schicken. „Das muss abgestimmt werden mit unseren Schulen im Ort, also unserer Grundschule und unserer Gemeinschaftsschule“, sagt der Süderbraruper Bürgermeister. „Und ich erwarte eigentlich auch noch eine Anfrage der Kappelner Gemeinschaftsschule.“ Wenn Schüler aller vier Schulen das Freibad nutzen wollen, ist ein „vernünftiges Timing“, so nennt es Bennetreu, erforderlich. „Aber das lässt sich alles regeln“, gibt er sich mit Blick auf die Saison im nächsten Jahr zuversichtlich.

Ob bis dahin allerdings schon die angestrebten Umbauarbeiten abgeschlossen sind, ist fraglich. Vorab steht die Entwicklung eines Konzepts, vor allem aber Überlegungen, wer welche Kosten zu tragen hat. Um diese Dinge zu klären, wolle man das kommende Jahr intensiv nutzen, kündigt Friedrich Bennetreu an.

Heiko Traulsen geht davon aus, dass sich die beiden Kommunen anfallende Kosten teilen könnten. „Wir haben bislang jährlich 65.000 Euro in das Schwimmbad gesteckt“, sagt der Kappelner Verwaltungschef. „Da könnten wir uns jetzt auch an möglichen Investitionskosten in Süderbrarup beteiligen.“ Auf jeden Fall wird das Thema Schwimmbad die Menschen auch über das Jahresende hinaus beschäftigen.

 

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erstellt am 28.Okt.2014 | 07:30 Uhr

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