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Schlei-Bote

15. Dezember 2017 | 11:32 Uhr

Arnis : Zeitplan für Werftumbau steht

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Landschaftsplaner rechnet im Januar mit dem Baubeginn der Wohnanlage. Derweil verzögert sich die Sanierung der Badestelle.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2016 | 07:15 Uhr

Seit Jahren gab es keinen Fortschritt beim geplanten Umbau der Arnisser Otto-Eberhardt-Werft in eine Wohnanlage. Doch nun gerät Bewegung in das Vorhaben. „Es geht hier jetzt in Riesenschritten vorwärts. Das kann ich nur begrüßen, wir haben hier schon so lange rumgehackt“, sagte der Arnisser Bürgermeister Bernd Kugler (Bürger für Arnis) während der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung.

Zu der Verzögerung des Bauvorhabens hatte zuletzt die Absicht des Investors Nicolai Steinert von der Steinert-Bau GmbH aus Heikendorf beigetragen, die 40 geplanten Wohnungen zumindest teilweise auch als Ferienwohnungen zu deklarieren. Da in der Bevölkerung Befürchtungen laut wurden, es könne in Arnis zu „Sylter Verhältnissen“ – mit vielen, den größten Teil des Jahres leer stehenden Wohnungen – kommen, hatte die Kappelner Bauverwaltung vorgeschlagen, ein Ortsentwicklungskonzept für Arnis zu entwerfen. Auch wenn noch keine Inhalte bekannt wurden, steht dieses Ortsentwicklungskonzept offenbar seit Ende Februar.

Daraufhin hatte der Bürgermeister den Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Martin Stepany von der AC Planergruppe angerufen. „Ich habe ihn gebeten, aufs Gaspedal zu drücken. Da kam nur Schweigen im Walde aus dem anderen Ende der Leitung“, sagte Kugler. Doch am 21. März erhielt der Bürgermeister zu seiner eigenen Überraschung dann eine E-Mail von Stepany mit einem detaillierten Zeitplan für die nächsten Schritte des Projekts.

Demnach wird Thomas Hahn als Architekt des Investors noch im April den neuen Konzeptstand erarbeiten. Im Mai sollen dann die Bürger über die Ergebnisse des Ortsentwicklungskonzeptes und die Auswirkungen auf den vorhabenbezogenen Bebauungsplan informiert werden. Noch im gleichen Monat wird demnach der Entwurf eines Durchführungsvertrages zwischen dem Investor Nicolai Steinert, dem Amt und der Stadt erarbeitet, in dem die Details geregelt werden. Im Juni könnte dann die Stadtvertretung das Ortsentwicklungskonzept beschließen und den Entwurf- und Auslegungsbeschluss des vorhabenbezogenen B-Plans fassen. Im Oktober unterzeichnen die Parteien laut diesem Fahrplan den Durchführungsvertrag. Und im gleichen Monat könnte die Stadtvertretung den Satzungsbeschluss fassen. Im November oder Dezember könnte Steinert den Bauantrag stellen, und und im Dezember wird mit der Genehmigung des B-Plans durch den Kreis gerechnet, sodass im Januar 2017 Baubeginn sein könnte. „Ob der Zeitplan so eingehalten werden kann, weiß ich nicht“, sagte Bürgermeister Kugler. In welchem zahlenmäßigen Verhältnis bei dem Neubau Ferienunterkünfte und Eigentumswohnungen stehen, wollte Stepany gestern auf Anfrage des Schlei Boten nicht sagen.

Während dieses Bauprojekt nun in Bewegung kommt, gerät ein anderes Vorhaben ins Stocken. Gemeint ist der Schutz der Badestelle am Südzipfel der Halbinsel. Dort hatte sich aufgrund der Strömungsverhältnisse die Uferlinie im Laufe der Jahre immer weiter zurückgebildet und gleichzeitig die Verschlickung zugenommen. Um dort nun Abhilfe zu schaffen, hatte die Stadtvertretung im September vergangenen Jahres beschlossen, die Westmole etwas zu verkürzen und westlich davon eine Stummelmole anzudocken. In der Ecke zwischen den beiden Molen sollte sich der Sand ansammeln, mit dem der Strand dann aufgefüllt werden kann.

Eigentlich sollten die Bauarbeiten dazu längst begonnen haben und rechtzeitig zum Start der Saison beendet sein. Doch daraus wird nichts. Auf die Anfrage einer Einwohnerin antwortete Kugler, dass der Sand, der verklappt werden soll, noch untersucht werden muss. Ulrich Bendlin von der Kappelner Stadtverwaltung sprach auf Anfrage unserer Zeitung zudem von einem komplexen Abstimmungs- und Genehmigungsprozess in der Schlei, der noch nicht abgeschlossen sei. „Allein fünf Behörden sind an dem Genehmigungsprozess beteiligt“, so Bendlin. Da es hier aber auch um die Gesundheit der Badegäste ginge, mache dieser Prozess durchaus Sinn. Wenn die Genehmigungen da seien, gebe es jahreszeitlich bedingt ein Baggerverbot. Bendlin: „Wir rechnen im Oktober mit dem Beginn der Bauarbeiten. Die reine Baumaßnahme wird dann bis Jahresende abgeschlossen sein.“ Mögliche Nacharbeiten bis zum Frühjahr des nächsten Jahres wollte der Verwaltungsmitarbeiter aber nicht ausschließen.  

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